Das Problem mit der Ausgangssperre

Das vielleicht größte Problem bei der kommenden „Bundes-Notbremse“ ist und bleibt die nächtliche Ausgangssperre, die unter Umständen auch noch vom Verfassungsgericht gekippt werden könnte.

Was genau beinhaltet die Ausgangssperre eigentlich?

  • Überschreitet die 7-Tagesinzidenz für eine Region an drei Werktagen die 100, dann soll sie für die Region in Kraft treten.
  • Es ist dann verboten, zwischen 22:00 Uhr und 5:00 Uhr das eigene Haus, die Wohnung oder das Grundstück zu verlassen.
  • Es gelten Ausnahmen wie beispielsweise alleine zu joggen oder spazieren zu gehen (bis 0:00 Uhr erlaubt), Wege zur Arbeit, etc.

Und was sind die Probleme bei dieser Regelung?

  • Grundsätzlich ist die Ausgangssperre wissenschaftlich umstritten: auf der einen Seite besteht an der frischen Luft nicht so ein großes Infektionsrisiko, auf der anderen Seite sollen sich die Leute nicht nachts zu Partys treffen etc.
  • Der Unterschied zwischen einem nächtlichen Spaziergänger und einer Person, die von einer illegalen Privatparty nach Hause geht, ist nicht erkennbar.
    Menschen hätten gegenüber der Polizei immer ein Auslegungsrisiko, denn die müssten nach eigenen Ermessen entscheiden.
  • In der Bevölkerung kommt es nicht gut an, dass es für Unternehmen beispielsweise nur die Pflicht zu Test-Angebot gibt, im privaten Bereich aber strenge Verbote.
  • Kritisiert wird auch, dass es für Geimpfte und Negativ-Getestete keinerlei Ausnahmen gibt.
  • Problematisch ist auch, dass die Spaziergänge etc. nur alleine stattfinden dürfen: besonders in den Abendstunden ist dies unter Umständen ja auch eine Frage der eigenen Sicherheit.
    Ebenfalls unverständlich: man dürfte nicht mit dem PKW zum nahegelegenen Wald fahren, sondern tatsächlich nur zu Fuß unterwegs sein.
  • Zudem wird befürchtet, dass die Ausgangssperre der Pandemiebekämpfung einen Bärendienst erweist. Nämlich dann, wenn sich Menschen nicht mehr draußen treffen könnten und sie ihre illegalen Partys unentdeckt in geschlossenen Räumen feiern.

Abgesehen von den ganzen Problemen sind sich Notfall-Mediziner so ziemlich alle einig: egal welche Regel kommt, sie kommt für die Mitarbeiter*innen in den Krankenhäusern und zahlreichen Patienten viel zu spät.

1. Ausgangssperre in Osnabrück – Mangelhafte Umsetzung von FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel

Ab heute gelten in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück neue Regeln im Kampf gegen den Corona-Virus.
Während unsere Zeilen online gehen, greift zum ersten Mal auch die Ausgangssperre in der Region.

Die neue FFP2-Maskenpflicht wurde heute in vielen Geschäften noch ignoriert. Einige Kassiererinnen konnte man dabei beobachten, wie sie Kunden zwar auf die neue Regel hinwiesen, gleichzeitig aber auch erklärten, es wäre kein Problem, da sie noch keine neue Arbeitsanweisung erhielten.
Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Strafe: Gesetze und Verordnungen werden nun einmal nicht in den Firmenzentralen erlassen und sind entsprechend ab den Tag wirksam, wie es der Gesetzgeber vorsieht und nicht erst dann, wenn ein Vorgesetzter darüber informierte.

Der Landkreis und die Stadt Osnabrück appellieren derzeit gemeinsam mit dem Handelsverband Niedersachsen an die Menschen, dass sie möglichst nicht während der bekannten Stoßzeiten einkaufen gehen sollen, um die gesamte Lage ein wenig zu entzerren.

Die Vorschriften für den Einzelhandel haben sich übrigens auch noch einmal geändert. Aktuell dürfen bei einer Verkaufsfläche bis 800 m² ein Kunde pro 20 m², ab dem 801. m² jeweils ein Kunde pro 40 m² in den Laden.

Zur besseren Veranschaulichung eine Beispielsrechnung für ein Geschäft mit 1200 m²:
800 m² = 40 Kunden
400 m² = 20 Kunden
= 1200 m² = 60 Kunden

Corona-Gipfel & Beschlüsse: Um was geht es gerade?

Am heutigen Montag, 22. März 2021, gab es einen erneuten Corona-Gipfel. Fast schon traditionell, dass die Beschlussvorlage 24 Stunden vorher bereits in der Presse zu finden war. Gut für Landesminister, die während der – dadurch irgendwie unwichtig gewordenen Videokonferenz – sich wenigstens in Ruhe auf ihre Handy-Spiele konzentrieren können: die Messe scheint dann ja eh schon mehr oder weniger gelesen zu sein.

Während sich in Deutschland der Lockdown-Frust breit macht und die Politik zwischen Wahlkampf und Entscheidungen von einem Desaster ins nächste rudert, sorgt die Gesellschaft selbst dafür, dass das alles kein Ende nimmt: beispielsweise durch kurzfristige Mallorca-Trips, durch die zwangsläufig die brasilianische Mutation des Corona-Virus eingeschleppt wird, gegen die – wahrscheinlich – die bisherigen Impfungen nicht voll wirken. Die notwendige Zeit, die man durch Reiseverzicht gewinnen könnte, um die Impfungen ggf. anzupassen, haben die Forscher so nicht.
Kurz gesagt: die Menschen sorgen dafür, dass der Virus sich schneller entwickeln und verbreiten kann, als die Forschung dagegen ankämpfen kann.

Im Raum stehen nun Beschlüsse, die den Lockdown bis zum 18. April verlängern sollen. Inzidenzwerte ab 200 könnten eine nächtliche Ausgangssperre mit sich bringen, die allerdings äußerst umstritten sind.
Außerdem dürfte man sich weiterhin darüber streiten, ob Einreisende aus dem Ausland grundsätzlich mit einer Quarantäne belegt werden; was – wie oben beschrieben – sehr sinnvoll wäre.

Weiter bittet man immer noch darum, dass die Menschen im Home Office bleiben, oder zumindest regelmäßig getestet werden. Corona-Schnelltests für Kindertagesstätten und Schulen, finanzielle Hilfen für Krankenhäuser und die Funktion, die es in der „luca“-App bereits gibt, eine anonyme Eventregistrierung, soll in der offiziellen Corona Warn App eingebaut werden. Unnötig, wenn man mitbekommt, dass vereinzelte Regionen sich bereits für die „luca“-App rüsten.
Wie immer rennt man der aktuellen Entwicklung nur hinterher.

Am Ende werden dann heute am späten Abend wieder viele Beschlüsse verlesen, die dann in den nächsten drei Tagen von den jeweiligen Bundesländern nach deren Vorstellungen umgesetzt werden.

FFP2 Maskenpflicht und Ausgangssperre: Was beschließt die Regierung morgen?

Am Dienstag, 19. Januar 2021, gibt es den nächsten „Corona-Gipfel“ der Regierungen von Bund und Länder. Ohne genaue Details zu kennen sprachen die Medien bereits im Vorfeld von einem „Mega Lockdown“, der beschlossen werden soll. Tatsächlich scheinen nun einen Tag vorher einige eher harmlosere Punkte zur Debatte zu stehen.

Wir fassen die möglichen Maßnahmen zusammen, die eventuell morgen beschlossen werden könnten:

  • FFP2 Maskenpflicht im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr. Unter Umständen dürfen alternativ auch normale OP-Masken zum Einsatz kommen.
  • Die Sprache ist auch von „Home Office Pflicht – Light“. Wie genau das umgesetzt werden soll, ist noch nicht klar.
  • Eine nächtliche Ausgangssperre, möglicherweise von 22 Uhr – 6 Uhr, soll ebenfalls diskutiert werden.
  • Schulen und Kitas sollen wahrscheinlich bis Mitte Februar im bisherigen Modus, also Notbetreuung und Homeschooling, weiterlaufen.
  • Generell sollen die Maßnahmen erneut verlängert werden. Diesmal mindestens bis Mitte Februar.

Bevor die Regierung Entscheidungen trifft, lässt sie sich von den entsprechenden und bekannten Experten auf den jeweiligen Gebieten beraten.
Grund für die dringende Notwendigkeit von Maßnahmen sind die – noch immer – sehr hohen Infektionszahlen und Sterbefälle. Außerdem fürchtet man sich vor der britischen Mutation des Virus, bei der die Infektionsgefahr noch sehr viel höher sein soll.

Neue Regeln sollen kommen: Was bringt eine Ausgangssperre?

Am Wochenende berichteten wir bereits an dieser Stelle über die geplanten härteren Maßnahmen, die Ministerpräsident Markus Söder in Bayern plant. Nun wird auch klar, dass die Bundesregierung nachziehen will. Unklar ist jedoch, ob wir bereits vor Weihnachten neue Corona-Regeln bekommen, oder erst nach Weihnachten.

Es ist klar, dass die Notwendigkeit für härtere Maßnahmen schon länger gegeben ist. Es ist einzig und allein darauf zurückzuführen, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung nicht gegeben ist.

Dabei muss man sich allerdings vor Augen führen, dass alle 4 Minuten ein Mensch durch den Corona-Virus sein Leben verliert – in Deutschland!

Besonders die Ausgangssperre von 21-5 Uhr wurde gestern in den sozialen Medien heftig kritisiert. „Als ob der Virus zu dieser Zeit besonders ansteckend wäre…“ und andere Kommentare konnte man dort lesen.

Was bringt eine Ausgangssperre?

Zuerst hat diese Maßnahme eine Signalwirkung an die Menschen: auch wenn uns das Thema aus den Ohren hängt, die Gefahr „Corona“ ist noch da.

Zudem ist es für die Polizei einfacher und für die Regelbrecher schwieriger, schnell mal unerkannt durch die Gegend zu laufen, um sich dann zu illegalen Privat-Partys zu treffen. Außerdem werden nächtliche Treffen in der Öffentlichkeit, also das typische „rumhängen und saufen“, auf diese Weise strikt unterbunden.

In einer Zeit, in der wir die Kontakte zur Sicherheit der ganzen Gesellschaft reduzieren sollen, gibt es schlichtweg kaum einen Grund, in der Nacht unterwegs zu sein. Die Geschäfte haben geschlossen, Gastro-Betriebe auch. Wer trotzdem zur Arbeit muss, beispielsweise Schichtarbeiter, darf das natürlich. Und wenn der Hund mal raus muss, darf man diesen Weg auch erledigen.

Junge Menschen, die sich aber in großen Gruppen beispielsweise in ländlichen Gegenden gern am McDonalds oder einer Tankstelle für Stunden auf dem Parkplatz versammeln, um dort einfach nur abzuhängen, bekommen hingegen eher keine Gelegenheit mehr, den Virus sinnlos zu verbreiten.

Eine nächtliche Ausgangssperre hat also sehr wohl Gründe. Auch wenn sie nicht in Zahlen messbar sein dürften.

Corona-Virus: 14 Todesfälle in Osnabrück +++ 3 Todesfälle in Münster +++ 1 Todesfall in Bielefeld

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Während die großen Medien im Lande immer wieder darauf drängen, die Auflockerung der Verordnungen zum Thema zu machen, stecken sich immer noch viele Menschen mit Corona-Virus an.

 Aktuelle Zahlen aus der Region

In Osnabrück sind derzeit 422 Menschen aktuell infiziert. 288 Menschen stammen aus dem Landkreis, 134 Menschen aus der Stadt Osnabrück.
100 Menschen müssen wegen dem Corona-Virus im Krankenhaus behandelt werden; 18 davon sind intensivpflichtig.
Während aktuell noch 614 Menschen in der Quarantäne sind, beklagt die Region mittlerweile auch den 14. Todesfall im Zusammenhang mit der Pandemie.

In Münster gelten derzeit 286 Menschen als infiziert. Die Anzahl der Genesenen, die in Münster nur wochentags erfasst werden, beläuft sich noch (Stand 3. April 2020) auf 270 Menschen.
Auch Münster muss um die 3 Verstorbenen trauern, die der Virus zu verursachen hat.

In Bielefeld sind derzeit 224 Menschen auf dem Corona-Virus positiv getestet worden. Über das Wochenende sind mindestens 15 Neu-Infektionen hinzu gekommen.
86 Menschen, so meldet die Stadt, sind wieder genesen. 25 Menschen werden aktuell in den Krankenhäusern behandelt, 8 Menschen davon intensivpflichtig. 2566 Menschen befinden sich noch in der Quarantäne.
Auch in Bielefeld ist bereits eine Person aufgrund einer Corona-Infektion verstorben.

Weitere Meldungen zum Thema aus der Region

Osnabrücker Polizei veröffentlicht Einsatzzahlen
Die Polizei in Osnabrück hat einige Zahlen betreffend Einsätze zur jetzigen Situation veröffentlicht:

  • 1888 polizeiliche Maßnahmen seit dem 16. März 2020
  • 137 Straftaten
  • 358 Ordnungswidrigkeiten
  • 293 Platzverweise
  • 426 Identitätsfeststellungen
  • 621 Gefährderansprachen
  • 4 Widerstandhandlungen
  • zahlreiche Amtshilfeersuche seitens der Kommunen.

ℹ INFO-BOX
Unter 👉🏻 Corona-Virus Infos haben wir zahlreiche Informationen zusammengetragen, u.a.:
– Was soll ich tun, wenn ich Symptome habe?
– Corona-Hotlines von Münster, Osnabrück u. Bielefeld
– Download einer WORD-Vorlage für einen „Passierschein“ bei Ausgangssperre

 

Corona-Virus News: Kommentar: …die DUMMHEIT mancher Menschen…+++ Aktuelle Zahlen +++

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💬 Kommentar:
Neben dem Universum und einer Excel-Tabelle ist nur die DUMMHEIT mancher Menschen unendlich!

Die „Corona-News“ vom 3. April 2020 müssen wir heute mit einem Kommentar einleiten. Und der ist denjenigen gewidmet, die in dieser schweren Zeit meinen, sich mit einer schier unendlichen Dummheit auszuzeichnen.

In den letzten Wochen haben wir viel erlebt.
Mitmenschen mit augenscheinlich asiatischen Wurzeln wurden gemieden oder sogar beleidigt, weil man sie für eine potentielle Gefahr hielt.
Das Personal in Geschäften wurde angepöbelt, Kartons wurden weggetreten, u.a. weil kein Toilettenpapier mehr vorrätig war.
Im Internet wird behauptet, die Bundeskanzlerin bekäme eine „Extrawurst“, weil sie nach 14-tägiger Quarantäne wieder im Kanzleramt arbeitet; was übrigens die normale Prozedur nach aktuellen Stand der Dinge ist.

Nun ist uns zu Ohren gekommen, dass Mitarbeiter/innen aus der Alten- und Krankenpflege mehr oder weniger öffentlich als potentielle Gefahr und „Virenschleudern“ stigmatisiert werden.

Also ausgerechnet die Menschen, die schon vor der Pandemie regelmäßige Hygiene-Schulungen bekamen und nicht erst seit 4 Wochen darauf aufmerksam gemacht werden müssen, dass „Hände waschen“ eine gute Sache wäre.
Also ausgerechnet die Menschen, die aufgrund der Pandemie noch einmal mit deutlich höheren Sicherheitsvorkehrungen arbeiten, weil eine Infektion ganz schnell dutzenden Menschen das Leben kosten könnte.
Also nicht die Menschen, die alles für eine Verschwörung der Regierung halten, die im Supermarkt den Mindestabstand für eine Einladung sich vorzudrängeln halten und einem ohne schlechtes Gewissen in den Nacken husten – sondern die Mitarbeiter/innen aus der Alten- und Krankenpflege, deren Job es ist, 24/7 auf Hygiene zu achten und die ständig daran erinnert werden, was ein Verstoß dagegen bedeuten könnte. Genau vor denen haben einige Mitmenschen so eine Angst, dass man sie beleidigt, bedroht und stigmatisiert.

Wenn SIE sich gerade angesprochen fühlen, weil SIE jüngst genau so dachten, fühlten oder sogar so handelten: so ein Hirn ist nicht aufgebaut, wie ein Stück Seife – man kann es ruhig benutzen, es wird davon nicht weniger.

Und jetzt kommen wir dann wieder zu den Fakten…

Aktuelle Zahlen aus der Region

Osnabrück: In der Region Osnabrück gibt es einen leichten Anstieg der aktuell Infizierten auf 388 (+8 zum Vortag). Die Anzahl verteilt sich mit 253 für den Landkreis und 135 für die Stadt auf die gesamte Region.
Mittlerweile müssen 94 Menschen im Krankenhaus behandelt werden und 22 sind davon intensivpflichtig.
Aktuell befinden sich 457 Menschen in der Quarantäne und die Anzahl der Todesfälle hat sich auf 7 erhöht.

Bielefeld: Am Donnerstag gab es den ersten Todesfall durch den Corona-Virus in Bielefeld. Ein 71-jähriger Mann mit Vorerkrankungen verstarb nach einem Klinikaufenthalt.
129 Menschen sind in der Stadt am Corona-Virus erkrankt, 24 Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden, 5 auf der Intensivstation und eine Person muss künstlich beatmet werden.
Weitere 2237 Menschen befinden sich in der Quarantäne.

Münster: In Münster ist die Anzahl der aktuell Infizierten Menschen von 311 am Vortag weiter auf 296 gesunken. Hierbei muss man aber auch weiterhin eventuelle Korrekturen der Zahlen berücksichtigen, die eventuell noch vorgenommen werden könnten.
Immerhin gab es bisher keinen weiteren Todesfall und die Anzahl von insgesamt 224 genesenen Patienten macht ebenfalls Hoffnung.

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Corona-Virus News: Aktuelle Zahlen +++ Video-Anrufe ins Seniorenheim +++ Wochenmarkt in Münster

Corona Virus Osnabrück Münster Bielefeld 1.gifBetrachtet man die deutschlandweiten Ausmaße der Corona-Epidemie, steigt die Anzahl der Infizierten und Verstorbenen weiter. Über vereinzelte positive Nachrichten darf man sich freuen, allerdings sollte man sich davon nicht blenden lassen: eine Rückkehr zur Normalität wird irgendwann kommen, aber jetzt ist noch nicht die Zeit dafür.

Aktuelle Zahlen aus der Region

Osnabrück: Der Gesundheitsdienst meldete heute Morgen einen Rückgang von 380 aktuell Infizierten auf 359. Diese verteilen sich 217 (Landkreis) und 142 (Stadt) auf die Region. Ob es bei diesen positiven Zahlen bleibt, muss man aber abwarten.

87 Menschen müssen mittlerweile im Krankenhaus behandelt werden, 18 davon sind intensivpflichtig.
In der Quarantäne befinden sich gerade 613 Menschen (Landkreis 429, Stadt 184). Die Anzahl der Verstorbenen liegt bei 6 Menschen.

Bielefeld: Die Stadt vermeldet einen Anstieg auf 188 aktuell Infizierte. 14 Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden, 5 von ihnen liegen auf der Intensivstation und müssen künstlich beatmet werden.
46 Menschen gelten als genesen, während 2341 Menschen in der Quarantäne weiterhin die Hoffnung haben, nicht erkrankt zu sein.

Münster: Auch die Stadt Münster meldet derzeit einen Rückgang von 311 aktuell Infizierten auf 296 Menschen, die den Corona-Virus haben. Die Anzahl der Genesenen ist auf 224 angestiegen und glücklicherweise sind keine weiteren Todesfälle zu verzeichnen.

💡 Video-Anruf ins Seniorenheim
Vor allem in Anbetracht der Oster-Feiertage richten sich augenscheinlich immer mehr Seniorenheime darauf ein, dass Angehörige die Möglichkeit bekommen, sich per Video-Anruf bei ihren Liebsten zu melden.
Diese Form der Anrufe sind per WhatsApp oder Skype problemlos und in relativ guter Qualität möglich: machen Sie davon Gebrauch und schenken Sie den Menschen damit auch eine Freude!
Informieren Sie sich telefonisch über die Möglichkeit bei „Ihrem“ Seniorenheim oder bitten Sie um Umsetzung dieser Möglichkeit: die Unkosten hierfür sind äußerst gering.

 

Weitere Corona-News aus der Region

  • Der Wochenmarkt in Münster wird noch weiter entzerrt. Die Stände befanden sich schon während der letzten Termine nicht mehr nur am Domplatz, sondern auch am Prinzipalmarkt. Für das zu erwartende Frühlingswetter wird man die Stände aber noch weiter entzerren, damit die Besucher/innen sich über einen größeren Raum erstrecken.
  • Helios-Klinik in Lengerich abgeschottet!
    Der Krisenstab des Landkreises Steinfurt hat eine Teilschließung der Helios-Klinik in Lengerich angeordnet, da „…ein gehäuftes Auftreten von positiv auf Covid-19 getesteten Mitarbeitern und Patienten…“ zu verzeichnen ist.
    Die Klinik wird ab sofort keine Patienten mehr aufnehmen, entlassen oder verlegen. Der Beschluss soll ab sofort und für die nächsten 14 Tage gelten.
    Auch Notfälle werden nicht mehr aufgenommen, ausgenommen Patienten, die mit akuten Verdacht auf dem Corona-Virus kommen und intensivmedizinisch betreut werden müssen.

    20 der insgesamt 360 Mitarbeiter seien positiv getestet, heißt es. Sechs Patienten werden aktuell auf einer Isolierstation behandelt. Der Landkreis ordnete für alle Mitarbeiter einen Test an.

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Corona-Virus News: Aktuelle Zahlen +++ Tipp des Tages: „Skype-Party“ +++ Gabenzaun in Münster

Corona Virus Osnabrück Münster Bielefeld 1.gifAktuelle Zahlen aus der Region

Osnabrück: Obwohl die Zahlen aus Osnabrück noch einmal korrigiert wurden, bleiben sie erstmals rückläufig: 380 Menschen sind aktuell infiziert, das verteilt sich mit 228 Menschen auf den Landkreis und 152 auf die Stadt.
Aktuell befinden sich noch 724 Menschen in der Quarantäne, 72 Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden und 17 sind hiervon intensivpflichtig.
Obwohl 212 Menschen den Corona-Virus überstanden haben, sind aber leider auch insgesamt 6 Menschen in der Region daran verstorben.

Die Verdopplungszeit liegt derzeit im Landkreis Osnabrück bei einem Wert von 9.07 Tagen, in der Stadt Osnabrück bei 11.31 Tagen.

Bielefeld: Nachdem es gestern keinen weiteren Anstieg der Infizierten gab, sind es dann heute doch +13 Personen gewesen. Aktuell sind 177 Menschen am Corona-Virus erkrankt, 14 von ihnen müssen im Krankenhaus behandelt und 5 sogar auf der Intensivstation beatmet werden.
In der Quarantäne befinden sich derzeit 2317 Personen, 93 haben diese in den letzten Tagen verlassen können. 36 Menschen in Bielefeld gelten als genesen.

Münster: Die Stadt meldet erstmals rückläufige Zahlen. Nach der Genesung von 190 Personen und zwei bedauerlichen Todesfällen gibt es aktuell 311 Infizierte. Das sind 24 Personen weniger, als am Vortag.

💡 Tipp des Tages: „Skype-Party“
Vermissen Sie Kollegen, Freunde, Familie und würden gerne mal wieder feiern?
Veranstalten Sie doch mal eine „Skype-Party“!
Geben Sie z.B. einen Radio-Sender oder eine TV-Show als Motto vor, wenn Sie Unterhaltung benötigen, ansonsten Snacks vorbereiten, ein paar (alkoholische) Getränke bereitstellen und mit bis zu 50 Teilnehmern gleichzeitig per Video-Chat verbinden.
Macht keinen Spaß? Trinken Sie noch 1-2 Prosecco und spielen Sie Musik, die der DJ auf einer Party auflegen würde, um den Saal leer zu bekommen: der Spaß kommt schnell von alleine!

🟡 Wichtiger Hinweis
Teilen Sie bitte am heutigen 1. April keine typischen „Aprilscherze“ im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Was für einen selbst ziemlich offensichtlich lustig erscheint, kann bei einen anderen Menschen in dieser Zeit zu einer weiteren Panik und Desinformation beitragen.

Weitere Corona-News aus der Region

  • In Osnabrück kümmert sich gerade ein Stab unter der Leitung von Stadträtin Katharina Pötter um die Umsetzung eines Behelfskrankenhauses. Dieses soll dann sehr wahrscheinlich Patienten mit dem Corona-Virus versorgen, die aber nicht (mehr) auf intensivmedizinische Betreuung angewiesen sind.
    Da es keinen einzelnen Standort für Platz mit 400 Betten gibt, tendiert man derzeit dazu, an mehreren Standorten aktiv zu werden.Irgendwo auch eine bittere Ironie, dass zeitgleich in Dissen der Abriss des Albertinenkrankenhauses fortschreitet.
  • In Münster ist an der Ecke Albersloher Weg/Hafengrenzweg eine Anlaufstelle für Obdachlose entstanden. Vor Ort bekamen die Menschen am 31.3. bereits die erste Mahlzeit serviert. Es soll eine Kapazität von 50 Personen haben, weitere Projekte dieser Art sind geplant.

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Corona-Virus News: Handschuhe & anderes Schutzmaterial werden auf Parkplätzen entsorgt +++ Aktuelle Zahlen aus der Region

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Ein Mann fährt in Bad Laer vom Parkplatz des Einkaufs- und Gesundheitszentrums, lässt die Autoscheibe runter und entsorgt ungeniert seinen Handschuh.
Im Einkaufswagen des ALDI-Marktes liegen benutzte Desinfektionstücher. Und in Bad Rothenfelde dachte sich wohl ein Kunde des LIDL-Marktes, zwischen all dem anderen Müll würde sein potentiell mit Viren verkeimter Handschuh sicherlich auch nicht mehr auffallen.

Bei einem typischen Monatseinkauf fallen zur Zeit einige Dinge auf:
– vor den Discountern stehen Sicherheitskräfte und Ordner, die sich glücklicherweise langweilen.
– Aufbackbrötchen, Salz, Mehl und H-Milch sind das neue Toilettenpapier, welches beispielsweise schon seit Wochen nicht mehr im ALDI gibt (Erfahrungswert); obwohl ja die Versorgung so sicher sein soll.
– Viele Menschen tragen mittlerweile einen Mundschutz, teilweise Handschuhe und fast alle sind bemüht, die Abstandsregel einzuhalten.

…und einige scheren sich zwar um ihre eigene Gesundheit, schützen sich mit Handschuhen, aber haben kein Problem damit, wenn sich irgendein Rentner, der auf Basis eines Mindestlohns den Parkplatz reinigt, sich dann an ihre Viren- und Keimschleuder ansteckt!

Aktuelle Zahlen aus der Region

Osnabrück: Stadt und Landkreis haben aktuell 389 infizierte Menschen. Dabei stammen 234 aus dem Landkreis und 155 Menschen aus der Stadt. 66 Menschen geht es so schlecht, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen; 14 davon sogar auf der Intensivstation.
Insgesamt befinden sich derzeit 749 Menschen in der Quarantäne und 185 Menschen gelten als genesen. Leider sind aber auch bereits 4 Todesfälle durch den Corona-Virus zu verzeichnen.

Interessant: die Stadt Osnabrück ist bereits auf dem statistischen Wert von 10.32 Tagen, bei der Verdopplungszeit. Der Landkreis Osnabrück liegt derzeit bei 7.55.

Münster: In der westfälischen Stadt sind derzeit 335 Menschen am Corona-Virus erkrankt. Auch hier gibt es zwei Todesfälle durch die Pandemie. 150 Menschen hingegen konnten wieder genesen.

Bielefeld: Hier gibt es gute Nachrichten: keine Neu-Infizierten in Bielefeld!
Weiterhin sind aber 164 Menschen erkrankt und 2382 Menschen befinden sich in der Quarantäne. Entlassen wurden heute 123 Menschen und 33 gelten als genesen.

Weitere Corona-News aus der Region

  • Nummer gegen Kummer: Eltern, Kinder und Jugendliche, die in der derzeitigen Situation überfordert sind und sich vielleicht sogar mit häuslicher Gewalt auseinandersetzen müssen, können Hilfe bekommen!
    Eltern können sich an die 0800 111 0 550 wenden. Kinder und Jugendliche wählen die 0800 116 111. Die Hotline ist von montags bis samstags von 14 – 20 Uhr besetzt.
  • Der Landkreis Osnabrück weist darauf hin, dass sich Halter von Nutztieren bitte unbedingt für den Fall eines Ausfalls durch Krankheit oder Unfall um eine qualifizierte Vertretung kümmern sollen!
    Offenbar gab es hier in der jüngeren Vergangenheit Defizite.

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