Knallharte Ansage der Geschäftsführung: „…wollen nicht auch noch ins Gefängnis!“

Zwischen den Betreibern der Filmpassage Osnabrück und dem Vermieter des Gebäudes gibt es ganz offensichtlich erhebliche Differenzen. Die Konsequenz ist, dass die Leinwände des Kinos bis auf weiteres dunkel bleiben. Nachfolgend die offenen Worte von Geschäftsführerenden Anja und Meinolf Thies zu dem Stand der Dinge, die, wie wir erwähnen müssen, natürlich nur ihre Sicht der Dinge spiegeln.

„Es ist überaus tragisch für uns und alle filmpassagetreuen Cineasten in der Stadt, dass es nun so kommt, aber unsere Entscheidung ist leider alternativlos“ erklärte Geschäftsführerin Anja Thies gestern der gesamten Belegschaft, und Meinolf Thies ergänzt: „Irgendwann kommt der Moment, in dem hilft alles Reden und Schreiben nichts mehr, da gehören unvermeidlich Fakten geschaffen!“.

„Unser Mietobjekt ist mittlerweile voller gravierender Mängel in verschiedenen haustechnischen sowie auch den sicherheitsrelevanten Bereichen; die ersten – zu dem Zeitpunkt noch nicht sicherheitsrelevanten tickenden Zeitbomben‘ – zeigten wir dem Gebäudeeigentümer bereits vor über drei Jahren an. Wir haben gehofft, dass er spätestens die lange betriebliche Stillstandzeit wegen Corona nutzt, um mindestens die gravierendsten Punkte durch Erneuerungen abzuarbeiten, doch wir stellten fest, er tat und tut weiterhin nichts. Sicher will er höhere Investitionen rein taktisch vermeiden, was uns dazu bewogen hat, den Mietvertrag nicht vorzeitig zu verlängern.

Den finanziellen Investitionsbedarf allein für unseren Mietgegenstand als Teil des Gesamtgebäudes schätzen wir auf Vermieterseite höher sechsstellig, schließlich betrifft dieser neben oben genannten Bereichen auch die komplette Heizanlage, die Dichtigkeit des gesamten Daches und neben der Lüftung auch die meisten Kälteanlagen“ führt Anja Thies weiter aus.

„Wir stehen als Betreiber einer – zudem für jeden Nutzer täglich öffentlich zugänglichen – Versammlungsstätte im Handelsregister, und glauben Sie mir: nach der Coronakrise, die wir irgendwie, aber mit hohem Verlust überstehen werden, wollen wir anschließend nicht auch noch ins Gefängnis, oder für eine latente Gefahrenlage, die wir gegenwärtig nicht einschätzen können, verantwortlich sein.
Die Mängel allein beim vorbeugenden Brandschutz, von denen wir durch Wartungsberichte der Fachfirmen Kenntnis haben und die nicht länger ‚wegzulächeln‘ sind, reichen für die zunächst als temporär angekündigte Schließung. Doch auch die zurecht in der aktuellen Coronaschutzverordnung verankerten Anforderungen an funktionierende Lüftungsanlagen in Kinos würden eine Wiedereröffnung nicht erlauben, denn diese existiert derzeit bereichsweise nicht; unser Vermieter ließ irreparable Aggregate schlicht vom Strom nehmen und nannte dies dann ‚Mängelbeseitigung‘.

So müssen wir nun alle mit den Konsequenzen dieser für uns nicht weiter hinnehmbaren Herangehensweise leben. Dass dies parallel kein konstruktives Miteinander zwischen Vermieter und Mieter bedeutet, ist sicher selbsterklärend, zumal es auch auf weiteren Spielfeldern unterschiedliche Auffassungen gibt“ echauffiert sich Meinolf Thies.

„Wer nun glaubt, wir wollen bewusst unsere Geschäfte ab 1.7. nur in die modernisierte Hall of Fame am Hauptbahnhof lenken, der irrt sich gewaltig“ erklärt Anja Thies, denn „ab Anfang Juli stehen so viele Titel zur Auswertung an, dass wir gerne 16 Leinwände zu deren Auswertung genutzt hätten, zumal mir die Filmpassage persönlich sehr am Herzen liegt. Unser zweites Kino wird zu 100% ab 01. Juli in die nationale Wiedereröffnungskampagne aller bundesdeutschen Kinos mit eingebunden“

Eriksen kämpft um sein Leben – verängstigte Freundin wird getröstet: braucht es diese Bilder in den Medien?

In der 43. Minute des EURO 2020 Spiels Dänemark gegen Finnland in Kopenhagen rückte der Fußball ganz, ganz weit in den Hintergrund, als der dänische Nationalspieler Christian Eriksen auf dem Spielfeld zusammenbrach und vom medizinischen Personal reanimiert werden musste.
Dramatische Szenen von einem Menschen, der um sein Leben kämpfte. Von Medizinern, die ihn dabei unterstützen wollten. Von geschockten Mitspielern, die versuchten Kameras den Blick zu versperren. Und von Kollegen, die gleichzeitig versuchten die völlig aufgelöste, verängstigte Freundin von Eriksen und Mutter der gemeinsamen Kinder beizustehen.

Es ist die eine Sache, dass die TV-Kameras erst relativ spät aus der Szene herausgingen. Und es ist fragwürdig, dass sie zwischenzeitlich Sabrina Kvist Jensen filmten, die um das Leben ihres Partners bangte. Doch immerhin wurden diese Entscheidungen live und unter Einfluss der schockierenden Bilder getroffen.

Die Online-Medien hingegen könnten sich nach einer Bedenkzeit dazu entschließen, auf diese Bilder zu verzichten. Beispielsweise haben wir die Behandlung von Eriksen auf dem Bild zensiert. Und vor allem verzichten wir auf bildschirmfüllende Großaufnahmen, die förmlich das Weiße in den Augen der Beteiligten erkennen lassen.
Stattdessen ist das Internet aber voll mit News und Bildern von beispielsweise Jensen in Großaufnahme, wie sie von den Mitspielern getröstet werden muss. Oder auch mit Bildern vom zusammengebrochenen Eriksen, der nach seiner Reanimation hinter einen Sichtschutz vom Platz getragen wurde, dann aber offenbar frontal von Fotografen abgelichtet wurde.

Es ist nicht notwendig, diese Bilder zu zeigen. Weder um die Menschen zu informieren, noch um die emotionale Ebene dieses Vorfalls zu transportieren. Aber Empathie hat offenbar in dieser Branche keinen Platz (mehr).

Tobias mogelte sich in die Sendung: WARUM WARF DOMIAN ANRUFER RAUS?

Am Freitagabend telefonierte Jürgen Domian wieder live im WDR mit seinen Zuschauer*innen. Der dritte Anrufer in dieser Nacht war der 38-jährige Tobias, der zuvor offenbar der Redaktion mitteilte, er rufe zum Thema „Kardinal Marx“ an; hierzu rief der Kult-Talker Domian einige Minuten zuvor in der Sendung auf.

Das eigentliche Anliegen von Tobias war aber ein ganz anderes. Seine einleitenden Worte klangen verschwörerisch und nach eigenen Telegram-Channel: er hoffe, dass er das Gespräch bis zum Ende führen dürfe und sollte er plötzlich aus der Leitung fallen, dann hätte es wohl andere Gründe, denn seine Leitung sei stabil.

Tobias eigentliches Thema war Georg Thiel. Der 53-Jährige sitzt seit rund drei Monaten in Münster im Gefängnis, weil er sich weigerte den Rundfunkbeitrag zu bezahlen und die daraus resultierende Auskunft über sein Vermögen, zur Feststellung des pfändbaren Einkommens, ebenfalls ablehnte.
Thiel möchte es als Protest gegen den Rundfunkbeitrag verstehen: zum einen konsumiert er die öffentlich-rechtlichen Programme nicht, er sieht auch nicht ein, dass der Beitrag nicht einkommensabhängig erhoben wird und fordert die Sendeanstalten zudem auf, endlich Sparmaßnahmen vorzunehmen.

Tatsächlich beendete Jürgen Domian das Gespräch mit dem Anrufer Tobias nach dessen Versuch, über Georg Thiel zu sprechen. War das eine Vorsichtsmaßnahme der Redaktion, weil Thiel wegen des WDRs im Gefängnis sitzt? Oder war Domian nur äußerst konsequent, weil er es nicht zulässt, dass Anrufer*innen sich mit falschen Angaben in die Sendung mogeln wollen?
Live begründete Domian seinen Rauswurf tatsächlich ausschließlich damit, dass er so einen „Fake“ nicht tolerieren und deswegen derartige Gespräche nicht führen würde.

In der TV-Fassung geht „Domian“ übrigens bis zum 10. September 2021 in die Sommerpause. Der Podcast geht aber laut unseren Informationen im 14-tägigen Rhythmus weiter.

Vermisste Laura F. aus Minden ist tot – Ehemann gilt derzeit als tatverdächtig…

Am gestrigen Mittwoch wandte sich die Polizei Bielefeld an die Öffentlichkeit, um nach der 22-jährigen Laura F. aus Minden zu suchen. Die junge Frau galt seit vergangenen Sonntag als vermisst.

Die Polizei schloss eine Gewalttat nicht aus; dies sollte sich nun heute bestätigen…

Die Leiche von Laura F. wurde am heutigen Donnerstagmorgen aus der Weser geborgen. Unter Tatverdacht steht derzeit der 42-jährige Ehemann, der sich derzeit in Polizeigewahrsam befindet.
Die Ergebnisse der Obduktion werden vermutlich am Freitag feststehen. Für die weiteren Ermittlungen der Polizei werden die elementar wichtig sein und es gilt dann abzuwarten, ob sich der Tatverdacht weiter erhärtet, oder eben nicht.

Laut Medienberichten hinterlässt die 22-jährige Laura F. zwei Söhne im Alter von 1 und 2 Jahren.

Droht Tankstellen das Videotheken-Schicksal?

Am 1. Januar 2021 gab es fast 310.000 zugelassene Elektroautos in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr machte das ein Zuwachs von 126%. Die Tendenz steigt weiter rasant an und das können wir auch gut im Alltag beobachten: achten Sie einmal darauf, wie viele Autos mit einem E-Kennzeichen [z.B. AB – CD 123 E] auf dem Supermarkt-Parkplatz stehen oder Ihnen beim Weg zur Arbeit begegnen.

Das Videotheken-Schicksal

Videotheken kennen das Schicksal nur zu gut, welches langfristig auch den Tankstellen drohen könnte. Sie haben die Streaming-Angebote und das Pay-TV jahrelang ignoriert und wurden dann irgendwann überflüssig. Am Ende verschwanden sie aus unser aller Leben.

Verschlafen Tankstellen den Trend?

Nun könnte man doch meinen, dass die Tankstellen sich diesen Markt nicht so einfach nehmen lassen? Schon heute macht man mit dem Snack für die rastenden Autofahrer*innen mehr Geld, als mit dem eigentlichen Verkauf von Treibstoff. Und wer sich schon einmal mit E-Autos beschäftigt hat, der weiß: die stehen beim Ladevorgang sehr viel länger, als beim bisherigen Tankvorgang.

Wer schätzt die Entwicklung falsch ein?

Derzeit scheuen die Mineralölkonzerne aber noch die Kosten für die Ladesäulen. Sie rechnen damit, dass im Jahr 2040 noch immer 2/3 aller Autos Verbrenner sind. Das passt allerdings nicht zu den Erwartungen der Autohersteller. VW geht beispielsweise davon aus, dass 2030 nur noch 30% aller Neuwagen einen Verbrenner-Motor haben. Berücksichtigt man, dass das durchschnittliche Alter eines Fahrzeuges auf deutschen Straßen 10 Jahre beträgt, muss eine der Branchen bei der Einschätzung völlig danebenliegen.

Aussitzen, bis der Steuerzahler dafür zahlt?

Vielleicht setzen die Konzerne aber auch auf die Politik: dort wünscht man sich nämlich mit Nachdruck, dass Tankstellen in die Ladeinfrastruktur für E-Autos investieren. Und wenn man mit Wünschen irgendwann nicht weiterkommt, dann könnte man es mit Zwang versuchen; in Deutschland erkauft man sich die Mitarbeit der großen Konzerne aber in der Regel: Subventionen könnten die Folge sein. Im Klartext: warum heute selbst investieren, wenn es in 10 Jahren der Staat mit den Steuergeldern macht?

Ladesäulen nur für Langstrecken-Fahrer*innen wichtig?

Letztendlich muss man sich aber auch die Frage stellen, ob man hier überhaupt von den großen Konzernen abhängig ist?
Mit steigender Anzahl von E-Autos wird auch die heimische Lademöglichkeit wachsen. Dann wären hauptsächlich Langstreckenfahrer*innen gezwungen, externe Möglichkeiten zu nutzen. Und ein Markt, der für die Nutzung eines Urinals an der Autobahnraststätte einen Euro verlangt, der findet auch Unternehmen, der an gleicher Stelle Strom verkaufen wird.

Wenn die Tankstellen verschwinden…

Wenn man es positiv sehen möchte: in manchen Kleinstädten kann man ganze Reihen an verschiedene Tankstellen hintereinander finden, die nun auch nicht gerade ein Augenschmaus sind. Wenn die dann verschwinden, wird man sie langfristig auch wohl kaum vermissen.
Oder wie oft sind Sie schon durch die Stadt gelaufen und haben sich gedacht: „…also, wenn hier jetzt noch ein paar zugeklebte Schaufenster einer Videothek zu sehen wären, würde das die Gegend echt aufwerten!?“.

Promi-Statements einfordern: Lasst es doch einfach sein…

– Kommentar –

Die Schlagersängerin Helene Fischer äußert sich höchst selten zu politischen Themen. Nachdem die Öffentlichkeit dies über einen langen Zeitraum einforderte, sprach sie sich gegen Rassismus aus. Und schnurstracks wurde sie dafür kritisiert, dass sie dabei die AfD nicht explizit ansprach.

Prominente werden aufgefordert, Stellung zu beziehen – ob sie wollen oder nicht

Früher hat man sich vielleicht auch das ein oder andere Mal gefragt, was sein Lieblingsstar zu einem Thema dachte. Mit den sozialen Medien sind wir nun aber an einem Punkt, an dem Prominente jeglicher Art so lange öffentlich unter Druck gesetzt werden, bis sie Stellung zu einem Thema beziehen.

Nahost-Konflikt ist nichts für ein Instagram-Bildchen

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ist so komplex, dass selbst Politik-Experten ihre Schwierigkeiten bei einer Einordnung von Entwicklungen haben oder sich im Rahmen von Debatten streiten.
Gleichzeitig erwartet man von Menschen, deren Fachgebiet Musik, Schauspiel, Comedy oder einfach nur die Vermarktung von Pflegeprodukten ist, dass sie zu einem solchen Thema vor einem Millionenpublikum im Internet Stellung beziehen.
Dabei kommen dann irgendwelche Instagram-Bildchen oder Tweets in 280 Zeichen heraus.

Es interessiert niemanden, es ändert nichts und im schlimmsten Fall kann es noch schaden

Wieso sollte es überhaupt von Interesse sein, was ein Prominenter über den Nahost-Konflikt denkt? Ist es nicht viel mehr die Selbstbestätigung der Menschen, dass sie einen Prominenten zu einer Stellungnahme drängen konnten?
Denn wenn man mal ehrlich ist: es ändert doch wirklich gar nichts für irgendwen, wenn ein Prominenter auf Instagram erklärt, er würde gerade an Israel denken und den Menschen dort alles Gute wünschen.

Im schlimmsten Fall kennt sich der Prominente mit dem Thema nicht aus, übernimmt irgendwelche Nachrichten oder Aussagen eines Anderen und verbreitet auf diese Weise auch noch Fake-News oder irgendwelche Halbwahrheiten.

Engagement als Selbstinszenierung

„Profilbild geändert, weltweit Terrorismus gestoppt!“
Mit diesem ironischen Kommentar wurden einst die Menschen auf den Arm genommen, die ihr Profilbild mit einem hippen Slogan etc. aufmotzten und so ein Zeichen gegen Terrorismus setzen wollten.
Als würde wirklich jemals irgendwo ein Terrorist das Profilbild von Ulf Müller aus Schönhausen sehen und denken: „Ach, Recht hat er ja, ich lass das mit der Bombenweste mal lieber…“

Nein, ob man nun ein Profilbild ändert oder ein Hashtag wie #Blacklivesmatter im Zusammenhang mit einem düsteren Bildchen postet: es dient in erster Linie der Selbstinszenierung. Und wenn das Thema zwei Wochen später durch ist, dann stürzt man sich auf die nächste gesellschaftliche oder politische Katastrophe und ist wieder am Start.
Oder wissen Sie gerade, was in Belarus vor sich geht?

Wer bei klaren Verstand ist, weiß es doch selbst….

…was gerade in Israel passiert. Es ist einfach alles nur tragisch. Da feuern Menschen Raketen aufeinander ab, es sterben Unschuldige und es ist kein langfristiges Ende in Sicht.
Wer einen Funken Moral und Anstand besitzt, der findet das einfach nur tragisch, schlimm und wünscht sich eine bessere Welt, in der sowas nicht geschieht.
Braucht es dafür denn wirklich einen Prominenten, der das noch einmal bestätigt?

Fischadler-Webcam der Goitzsche-Wildnis: Natur live erleben

Fast 100 Jahre wurde in der Goitzsche in Sachsen-Anhalt Braunkohle gefördert, bis 1991 der Abbau eingestellt wurde. Übrig blieb eine mehr 60 Quadratkilometer große und ziemlich triste Landschaft, die sich mittlerweile zu einem echten Naturparadies entwickelt hat.

Seit 2010 brüten jährlich Fischadler auf einem Gittermast, der als Überbleibsel des Tagebaus noch in der Goitzsche-Wildnis zu finden ist.
Um die Tiere besser kennenzulernen und deren Verhalten zu studieren, haben die Verantwortlichen eine Webcam installiert, die auch allen anderen Natur- und Vogelfreunden öffentlich zugänglich gemacht wird.
Bis September kann man der gefederten Familie noch via Internet zuschauen. Und wer sich einen Überblick verschaffen will, was sich dort in den letzten Stunden abspielte, kann bis zu 12 Stunden rückwirkend sehen.
Einen chronologischen Ablauf des bisherigen Geschehens gibt es auf der Seite von Bund-Sachsen-Anhalt.com.

https://youtu.be/NHaU3foPP60

Erschütternd: Frage einen Obdachlosen!

Dominik wurde mit 16 Jahren obdachlos und lebte von da an 10 Jahre auf der Straße. Er schaffte es trotzdem, sein Abitur zu machen, doch danach verschluckte ihn die Straße.

22 Minuten lang stellt er sich allen Fragen von Menschen.
Dieses Video ist Ihnen zu lang? Überlegen Sie mal, wie oft Sie am Tag zum Handy greifen und sinnlos durch irgendwelche Bilder und Postings scrollen. Nehmen Sie sich diese Zeit. Jetzt!

„Waschen ist Würde!“ – Hier können Sie sich über GoBanyo informieren!

Das Comeback vom Hawaii-Hemd!

Ob Bill Murray beim „Golden Globe“, Thomas Magnum in der Neuauflage der gleichnamigen Serie (Bild), oder Justin Bieber beim Spaziergang durch die City: das Hawaii-Hemd ist (wieder einmal) zurück!

Das gute Stück ist längst nicht mehr ein Überbleibsel vom kostspieligen Strandurlaub oder eine belächelte Erinnerung an den TV-Moderator Jürgen von der Lippe: die Top-Designer in der ganzen Welt haben das Hawaii-Hemd auch schon längst für sich entdeckt.

Bei einer solchen Entwicklung wird schnell der Vorwurf der „kulturellen Aneignung“ laut. Selbst der Zeichentrick-Serie „Spongebob“ wurde einst Rassismus vorgeworfen, weil die Charaktere Hawaii-Hemden trugen.
Die Einwanderung der heutigen Amerikaner und der Umgang mit den indigenen Völker des Kontinents sollte man tatsächlich mal häufiger und breiter thematisieren. Wenn man sich aber von deren Kleidung inspirieren lässt, mögen einige Menschen es als kulturelle Aneignung bezeichnen, aber vielleicht wächst in dieser Welt auch nur alles ein wenig enger zusammen; was ja eher zu begrüßen wäre.

Weltweit haben die Menschen schwere Zeiten hinter sich, oder stecken sogar noch mittendrin. Das bunte Hawaii-Hemd im Sommer 2021 wäre ein Statement für mehr Lebensfreude. Kein Wunder also, besonders jetzt, dass das Hawaii-Hemd ein erneutes Comeback erlebt. Und dafür muss man nicht unbedingt so tief in die Tasche greifen und die teuren Designer-Hemden kaufen. In diversen Online-Shops gibt es Hawaii-Hemden ab etwa 25 Euro.

Raketen auf Israel – Luftangriffe auf Palästina: Was ist da überhaupt los?

Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie konkurriert seit einigen Tagen ein anderes Thema in den Top-Schlagzeilen mit dem weltweiten Ausbruch des Virus: der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern.

In einer über 100jährigen Feindschaft mit unzähligen Kriegen, bewaffneten Auseinandersetzungen, Gewalt und gegenseitiger Ablehnung ist es nicht mehr möglich, alles übersichtlich und vollständig zusammenzufassen. Vor allem kann man keiner der verhärteten Fronten gerecht werden.

Aufgrund der deutschen Geschichte ist eine Thematisierung schon von Grund auf schwierig.

Wir machen es trotzdem.

Rückblickend muss man damit beginnen, dass zuerst die Engländer und später die Vereinten Nationen den Juden ein Land versprachen – das heutige Israel.
Die Gestaltung, wenn man so will, nahm ihren Weg über Kriege, die unter anderem dazu führten, dass Palästinenser und Israelis noch heute verfeindet sind und ein langfristiger Frieden zwischen den Menschen in der Region wohl nie wirklich zustande kommen wird.

Seit einigen Wochen müssen sich die Menschen erneut mit den Folgen längst vergangener Kriege auseinandersetzen: Palästinenser sollen nach einem Gerichtsbeschluss ihre Häuser räumen, die sie vor vielen Jahrzehnten durch einen der Konflikte zugesprochen bekommen haben.
Diese Räumungen führten zunächst zu massiven Krawallen und Gewalt auf den Straßen. Es gipfelt derzeit in Raketen, die aus dem sogenannten Gaza-Streifen auf Israel abgefeuert werden. Israel hingegen antwortet mit Luftangriffen.

Erstmals kam es hierbei auch zu Raketenangriffen auf die Stadt Jerusalem, die für Christen, Juden und Moslems gleichermaßen heilig ist.

Die gegenseitigen Angriffe führen auf beiden Seiten zu zivilen Opfern. Israel schützt sich mit einem Raketen-Abwehrsystem namens Iron Dome; andernfalls hätten wohl noch mehr Menschen ihr Leben verloren.

In einem über 100-jährigen Konflikt kann es kein schwarz und weiß geben. Es gibt nicht nur Täter auf der einen und Opfer auf der anderen Seite. Diese Zerrissenheit spiegelt sich zum Teil in der deutschen Berichterstattung aber nicht wieder. Da scheint es oftmals nur die Guten und die Bösen zu geben.
Wer derzeit beispielsweise verwundert über die Berichterstattung der BILD ist: sie gehört zum Axel-Springer-Konzern. Dieses Unternehmen hat sich als zweiten von insgesamt fünf Punkten auf die Fahne geschrieben, das jüdische Volk zu unterstützen und Pro-Israel einzutreten. Entsprechend erklären sich vielleicht auch die massiven kritischen Töne gegen die öffentlich-rechtlichen Medien, wenn diese – nach Maßstäben der BILD – zu verharmlosend über den aktuellen Konflikt berichten.

Das Gute daran ist, dass man sich bei Krieg und Gewalt auch gar keine Meinung bilden muss: man kann sie einfach nur grundsätzlich ablehnen und den Menschen wünschen, dass sie irgendwann hoffentlich friedlich miteinander leben könnten – auch wenn das in diesem Fall wohl eines echten Wunders bedarf.