Olympia: Japaner fordern Absage und bekommen Unterstützung aus der Wirtschaft

Hiroshi Mikitani, Geschäftsführer vom japanischen und größten Online-Shop der Welt, Rakuten, hat die olympischen Spiele in Tokio in einem exklusiven Interview mit CNN Business als „Selbstmord Mission“ bezeichnet. Vor dem Hintergrund, dass Japan noch immer unter der Corona-Pandemie leidet, warnt der Top-Manager vor den Risiken.

Mikitani führte weiter aus, dass er versucht habe, die japanische Regierung von einer Absage zu überzeugen. Nicht die erste Warnung von prominenten, japanischen Führungskräften, aber der Rakuten-Chef sprach somit wohl die deutlichste Warnung aus.

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionen in Japan haben bereits hunderttausende Menschen eine Online-Petition unterschrieben, in der die Absage der olympischen Spiele gefordert wird.

Toyota, als einer der führenden Sponsoren von Olympia, äußerte Bedenken über die öffentliche Frustration, die auch gegen die Athleten gerichtet sei.

Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, hatte Japan jüngst erst den dritten Ausnahmezustand verlängert.

Das Leichtathletik-Team der USA hatte am Mittwoch bereits bekannt gegeben, dass es ein Trainingslager in Japan abgesagt habe und verwies dabei ebenfalls auf das große Risiko bezüglich der olympischen Spiele.

Mit Mark Adams teilte ein Sprecher des IOC am gleichen Tag mit, dass man die Pläne für die Ausrichtung der Spiele trotz wachsender öffentlicher Besorgnis in die Tat umsetzen werden.

Es scheint, als wolle man die Veranstaltung durchziehen, koste es, was es wolle.

Raketen auf Israel – Luftangriffe auf Palästina: Was ist da überhaupt los?

Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie konkurriert seit einigen Tagen ein anderes Thema in den Top-Schlagzeilen mit dem weltweiten Ausbruch des Virus: der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern.

In einer über 100jährigen Feindschaft mit unzähligen Kriegen, bewaffneten Auseinandersetzungen, Gewalt und gegenseitiger Ablehnung ist es nicht mehr möglich, alles übersichtlich und vollständig zusammenzufassen. Vor allem kann man keiner der verhärteten Fronten gerecht werden.

Aufgrund der deutschen Geschichte ist eine Thematisierung schon von Grund auf schwierig.

Wir machen es trotzdem.

Rückblickend muss man damit beginnen, dass zuerst die Engländer und später die Vereinten Nationen den Juden ein Land versprachen – das heutige Israel.
Die Gestaltung, wenn man so will, nahm ihren Weg über Kriege, die unter anderem dazu führten, dass Palästinenser und Israelis noch heute verfeindet sind und ein langfristiger Frieden zwischen den Menschen in der Region wohl nie wirklich zustande kommen wird.

Seit einigen Wochen müssen sich die Menschen erneut mit den Folgen längst vergangener Kriege auseinandersetzen: Palästinenser sollen nach einem Gerichtsbeschluss ihre Häuser räumen, die sie vor vielen Jahrzehnten durch einen der Konflikte zugesprochen bekommen haben.
Diese Räumungen führten zunächst zu massiven Krawallen und Gewalt auf den Straßen. Es gipfelt derzeit in Raketen, die aus dem sogenannten Gaza-Streifen auf Israel abgefeuert werden. Israel hingegen antwortet mit Luftangriffen.

Erstmals kam es hierbei auch zu Raketenangriffen auf die Stadt Jerusalem, die für Christen, Juden und Moslems gleichermaßen heilig ist.

Die gegenseitigen Angriffe führen auf beiden Seiten zu zivilen Opfern. Israel schützt sich mit einem Raketen-Abwehrsystem namens Iron Dome; andernfalls hätten wohl noch mehr Menschen ihr Leben verloren.

In einem über 100-jährigen Konflikt kann es kein schwarz und weiß geben. Es gibt nicht nur Täter auf der einen und Opfer auf der anderen Seite. Diese Zerrissenheit spiegelt sich zum Teil in der deutschen Berichterstattung aber nicht wieder. Da scheint es oftmals nur die Guten und die Bösen zu geben.
Wer derzeit beispielsweise verwundert über die Berichterstattung der BILD ist: sie gehört zum Axel-Springer-Konzern. Dieses Unternehmen hat sich als zweiten von insgesamt fünf Punkten auf die Fahne geschrieben, das jüdische Volk zu unterstützen und Pro-Israel einzutreten. Entsprechend erklären sich vielleicht auch die massiven kritischen Töne gegen die öffentlich-rechtlichen Medien, wenn diese – nach Maßstäben der BILD – zu verharmlosend über den aktuellen Konflikt berichten.

Das Gute daran ist, dass man sich bei Krieg und Gewalt auch gar keine Meinung bilden muss: man kann sie einfach nur grundsätzlich ablehnen und den Menschen wünschen, dass sie irgendwann hoffentlich friedlich miteinander leben könnten – auch wenn das in diesem Fall wohl eines echten Wunders bedarf.

„Frontal 21“: AstraZeneca- und Biontech-Impfstoff millionenfach über Zwischenhändler angeboten

Regierungen aus aller Welt versuchen über Zwischenhändler schneller als bisher an Corona-Impfstoffe zu kommen. Die Preise für solche Deals liegen in manchen Fällen um ein Vielfaches höher, als die Pharmaunternehmen mit der EU vereinbart haben. Das geht aus Dokumenten hervor, die dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ vorliegen. AstraZeneca spricht von Betrug. Die potenziellen Lieferanten bestreiten dies vehement. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht „eine Goldgräber-Stimmung“ in der Pandemie. „Frontal 21“ berichtet am Dienstag, 13. April 2021, um 21.00 Uhr im ZDF.

Dem ZDF liegen eine Reihe sogenannter „Letters of Intent“ vor. Demnach bestellen unter anderem Barbados, Libyen und das EU-Mitglied Slowakei über Zwischenhändler Covid-19-Impfstoffe von Biontech und AstraZeneca. Die Sprecherin des slowakischen Gesundheitsministeriums, Zuzana Eliášová, erklärte, der Vertrag sei noch nicht abgeschlossen, „aber die Verhandlungen sind schon gelaufen“. Die Slowakei habe „primär versucht, den Impfstoffkauf über den zentralen Ankauf der Europäischen Kommission zu regeln“, erklärte Eliášová. Doch jetzt brauche das Land schnell mehr und sicheren Impfstoff. „Wir wollen das Tempo erhöhen.“

Trotz mehrfacher Nachfrage antwortete Biontech nicht auf ZDF-Anfragen zu Impfstoff-Geschäften über Zwischenhändler. AstraZeneca erklärte, es gebe derzeit „keine Lieferung, keinen Verkauf oder Vertrieb des Impfstoffs durch den privaten Sektor“. Wenn jemand private Impfstoffe anbiete, handele es sich wahrscheinlich um Fälschungen.

In den Handel mit den Impfstoffen ist nach „Frontal 21“-Recherchen ein Großhändler aus den USA involviert, die Firma Akers Nanotechnology in New Jersey. Das Unternehmen weist den Vorwurf, mutmaßlich Fälschungen zu verkaufen, von sich. Schriftlich teilte die Firma mit, sie sei Vertriebspartner von AstraZeneca in den USA und habe als Pharmagroßhändler eine offizielle Lizenz, Impfstoffe weiterzuverkaufen. „Wir verhandeln derzeit mit allen potenziellen Herstellern über Mengen, Preise und Lieferdaten für deren Covid19-Impfstoffe.“ Akers Nanotechnology teilte mit, es könne Covid-19-Impfstoffe weltweit liefern. Auf Grund von Exportbestimmungen gäbe es derzeit lediglich Verzögerungen.

Der Verkauf von Biontech- und AstraZeneca-Impfstoffen durch Zwischenhändler ist nach Auskunft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) grundsätzlich legal. Man könne zwar nicht einfach Impfstoffe importieren, aber wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorlägen, sei der Impfstoff-Handel erlaubt, sagt Spahn auf „Frontal 21“-Nachfrage. Es sei auch hier wie immer in der Pandemie: „Es entsteht dann so eine Goldgräberstimmung.“

EU-IMPFNACHWEIS: So soll es funktionieren…

Die EU hat sich über den europaweiten Impfnachweis beraten und beschlossen, wie das ganze Projekt funktionieren soll.

Allein der Name „Digitales grünes Zertifikat“ klingt schon nach sehr viel Spaß; Bezeichnungen wie „Grüner Pass“ oder schlichtweg „Digitaler Impfausweis“ wollte man nicht verwenden.

Sinn und Zweck des Zertifikates soll der Nachweis darüber sein, ob der jeweilige Mensch den Corona-Virus weitergeben kann; oder zumindest, wie wahrscheinlich das ist.
Enthalten sollen Angaben über Impfungen, überstandene Corona-Infektionen oder aktuelle Test-Ergebnisse sein.
Laut EU soll damit eine Diskriminierung von Nicht-Geimpften beim Reisen verhindert werden. Wie das dazu führen soll, scheint uns zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch ziemlich rätselhaft.

Das Zertifikat ist durchaus dynamisch anpassbar: beispielsweise dann, wenn eine Impfung gegen eine bestimmte Variante des Corona-Virus nicht mehr helfen soll.

Offenbar benötigt man nicht zwingend ein Smartphone für das „Digitale Grüne Zertifikat“: es soll den entsprechenden QR-Code auch auf Papier geben, über den man dann alle notwendigen Daten abrufen kann. Eine digitale Signatur soll den Nachweis dann fälschungssicher machen.

Jeder EU-Staat entscheidet dann selbst, welche Türen dieser Nachweis öffnen soll. Für weitere Unklarheiten sorgt dann auch, welche Impfstoffe wo anerkannt werden könnten. Die Mittel, die von der EU zugelassen wurden, oder aber auch das russische Sputnik V, welches beispielsweise in Ungarn bereits verabreicht wird.

Die EU Kommission hat eine EU-Verordnung vorgeschlagen. Das ist ein EU-Gesetz, welches die nationalen Behörden dann verpflichten würde, auf Anfrage ein solches Dokument auszustellen.
Hierfür müssen die Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament noch jeweils ihre Position festlegen und sich dann einig werden und das Gesetz genau formulieren.

Die EU Kommission ist optimistisch, dass es bis Juni soweit sein könnte. Man will damit quasi den Tourismus im Sommer bereits regeln können.

…und deswegen wird das „Digitale Grüne Zertifikat“ wohl zum nächsten EU-Flop:

  • Im Laufe des Verfahrens werden einzelne Mitgliedsstaaten mit völlig unterschiedlichen Interessen für Verzögerungen sorgen.
  • Der Datenschutz wird das Projekt mindestens verzögern, wenn nicht sogar völlig zum Scheitern bringen.
  • Für die technische Umsetzung sind die einzelnen Mitgliedsstaaten verantwortlich. Deutschland floppte bereits massiv mit der Entwicklung einer Corona-Warn-App und schaffte es bisher noch nicht einmal, die Gesundheitsämter von Fax-Geräten zu befreien.
  • Bereits jetzt hat das Deutschland das Problem, dass die notwendigen Daten gar nicht zentral gespeichert werden und somit auch nicht entsprechend eingepflegt werden könnten.
  • Unabhängig davon müssten medizinische Fragen noch genauer geklärt werden: es ist völlig unklar, wie ansteckend geimpfte oder genesene Menschen überhaupt sind.

Live Rooms: Das ist die neue Funktion von Instagram

Die Video-Funktionen von Instagram sind ziemlich verwirrend. Selbst Nutzer, die häufig auf der Plattform unterwegs sind, scheinen verwirrt zu sein, wie wir in letzter Zeit immer häufiger in Gesprächen feststellen konnten. Ist das Video nun eine Story, ein Reel, ein IGTV… Wie auch immer.

Hinzu kommt nun eine neue Funktion von Instagram, die offenbar als Antwort auf die überraschend schnell beliebter werdende App „Clubhouse“ gelten soll.

Die neue Funktion trägt den Namen „Live Rooms“. Sie verfolgt das Prinzip, dass bis zu vier Personen zeitgleich mit einer Video-Übertragung live gehen können. Formate wie „Talkshows“, „Diskussions-Panels“ oder „Fragerunden“ sollen so ermöglicht werden.
Eine ganz neue Funktion ist es allerdings nicht, denn bis zu zwei Teilnehmer*innen pro Livestream waren auch bisher schon möglich.

Übrigens bleibt der wesentliche Unterschied zu der „Clubhouse“-App, dass bei den Instagram Live Rooms das Video übertragen wird, während es bei der Konkurrenz auf eine Audio-Übertragung beschränkt ist.

„Maasdamer Lösung“: Einreisesperre für Gebiete mit Corona-Mutationen

Einige Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Corona-Virus stärker ausgebreitet haben, wurden heute von der Bundesregierung mit einer Einreisesperre belegt. Die ist allerdings so löcherig, dass man fast schon von einer Maasdamer-Lösung sprechen könnte.

Das Beförderungsverbot betrifft Fluggesellschaften, sowie Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen. Zeitlich ist es erst einmal bis zum 17. Februar 2021 beschränkt worden.

Ausnahmen gelten für alle Deutschen, in Deutschland lebende Ausländer, sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr, wie das Bundesinnenministerium der dpa bestätigte.

Betroffen sind zunächst die Länder Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien. Am Sonntag treten diese Bestimmungen dann auch für die eher kleinen, afrikanischen Staaten Lesotho und Estwani in Kraft.

Flug- und Landeverbot wegen „Problem-Viren“: Wie sinnvoll sind neue Beschränkungen?

Es waren noch unbesorgte Zeiten, als wir in Deutschland über die Zukunft des „Problem-Bären“ sprachen. Mittlerweile sind es „Problem-Viren“, die besonders in der aktuellen Diskussion um weitere Reisebeschränkungen zur Sprache kommen.

Gemeint sind damit die Mutationen des Corona-Virus, die deutlich gefährlicher zu sein scheinen, als bisher verbreitete Variante.
Experten sind sich sicher, dass man nun alles tun muss, damit diese Problem-Viren nicht vermehrt aus anderen Ländern nach Deutschland gelangen.

Zu diesem Zweck plant die Bundesregierung offenbar einen weiteren Eingriff in die Reisefreiheit der Menschen. Flugzeuge aus den Ländern Südafrika, Großbritannien und Brasilien sollen demnach nicht mehr in Deutschland landen dürfen.

Sind solche Maßnahmen denn wirklich notwendig?
Natürlich kann man die Passagiere zu Corona-Tests verpflichten. Doch diese Bescheinigungen sind für jeden innerhalb von wenigen Minuten an einem Computer zu fälschen.
Experten verstehen sowieso nicht, wieso man noch Flugzeuge aus den Regionen Menschen und potentielle Viren importieren lässt, während die Schulen im Land zur Sicherheit geschlossen sind.

Ein Flug- oder Landeverbot allein kann die Verbreitung aber nicht stoppen. Sie kann es den sorglosen Menschen erschweren, der kompletten Gesellschaft aus – mehr oder weniger egoistischen Gründen – solchen Gefahren auszusetzen.
Es wird aber trotzdem noch Reisende geben, die dann eben über Umwege und Zwischenlandungen die Reise nach Deutschland antreten werden. Verhindern könnten das nur strenge Kontrollen und vielleicht auch Quarantäne-Stationen in Formen von Zelt-Städten an deutschen Flughäfen. Vorteil der geringen Auslastung: Platz sollte es hierfür eigentlich geben.

Joe Biden als 46. Präsident der USA vereidigt

Die ganze Welt schaute heute auf die USA, wo der gewählte Präsident Joe Biden am frühen Abend unserer Zeit vereidigt wurde.

Vor den Augen der Ex-Präsidenten George W. Bush, Barack Obama und dem, zu der Zeit noch amtierenden, Vize-Präsidenten Mike Pence, wurde neben Biden auch seine Vize-Präsidentin Kamala Harris vereidigt.

Die ganze Veranstaltung, aber vor allem auch die erste Ansprache Bidens als Präsident, schien nur ein einziges Motto zu haben: wir müssen uns wieder vereinen, gemeinsam – und wirklich nur gemeinsam – bekommen wir das alles wieder hin.

Der Ex-Präsident Donald Trump lobte sich in der Vergangenheit immer wieder dafür, dass er gut für die Wirtschaft sei. Tatsächlich schoss der us-amerikanische Aktienmarkt aber mit der Vereidigung Bidens auf ein neues Rekordhoch.

Nicht unwichtig in diesen Zeiten: alle Teilnehmer*innen der Veranstaltung in Washington trugen Schutzmasken und auch die wenigen geladenen Gäste saßen mit ordentlichen Abständen im Publikum.

Mit den Worten „…wir werden auf irgendeine Art und Weise zurückkommen…“ verließ Donald Trump etwa zwei Stunden vorher das Weiße Haus. Während Joe Biden in Washington vereidigt wurde, landete er nahezu zeitgleich in mit der „Airforce 1“ in Florida.
Ein Eklat, dass Trump sich weigerte, an der Amtseinführung teilzunehmen. Aber zusätzlich stellte er die Verantwortlichen vor einem weiteren Problem, da er den sogenannten „Atomkoffer“ zunächst mit nach Florida nahm. Deswegen wurde ein Ersatzkoffer in die Nähe von Biden gebracht: mit der Vereidigung wurde Trumps Koffer deaktiviert und der Ersatzkoffer aktiviert, ehe das Original dann von Florida zurück nach Washington geflogen wird.

Krawalle in Washington: Was ist in den USA los?

Verstörende Bilder erreichen uns am heutigen Abend aus den USA. Wir versuchen die Ereignisse kurz und übersichtlich zusammenzufassen:

Das Electoral College ist das Organ in den Vereinigten Staaten, das alle vier Jahre den Präsidenten und den Vizepräsidenten wählt. Es besteht aus 538 Wahlleuten, die im Rahmen der Präsidentschaftswahlen von den 50 Bundesstaaten sowie dem Bundesdistrikt entsandt werden.

Während dieses Aktes im Kapitol demonstrierten Trump-Anhänger auf den Straßen davor; angeheizt von einer Rede des noch amtierenden Präsidenten, der noch immer behauptet, die Wahl wäre ihm gestohlen worden.

In dieser aufgeheizten Stimmung drangen Demonstranten in das Regierungsgebäude ein. Die Politiker mussten evakuiert werden, Gasmasken wurden verteilt und auch der noch amtierende Vize-Präsident Mike Pence musste an einen sicheren Ort gebracht werden.

Aus dem Kapitol selbst gab es schlimme Bilder: Sicherheitsbeamte sicherten mit gezogener Waffe die Eingangstüren, angeblich soll es zu Schüssen gekommen sein.

Zwei Bomben sollen am Kapitol selbst, sowie am Sitz der Republikaner, gefunden worden sein. Sie wurden von den Beamten kontrolliert gesprengt, bevor sie Schaden anrichten konnten.

Es gibt außerdem diverses Bildmaterial, welches mindestens eine Frau mit einer Verletzung zeigt, die „auf dem Gelände des Kapitols“ angeschossen worden sein soll.

Wie es nun weitergehen wird, ist nicht bekannt. Obwohl für Washington eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurde, rechnet man nicht damit, dass es wirklich ruhig bleiben wird.
Unklar ist auch, ob der Senat eventuell in der Nacht die Sitzung und damit auch die Bestätigung der Wahl fortsetzen wird.

LÜGE: Kamala Harris bekommt Corona-Impfung ohne Nadel!

Es war zu erwarten, dass Corona-Leugner und Impfgegner in der Öffentlichkeit Lügen und manipulierte Nachrichten verbreiten, um ihre Meinung zur weltweit gestarteten Corona-Impfung unterstreichen zu wollen.
Wir möchten allerdings zur Aufklärung beitragen:

Lüge Nummer 1: Zukünftige US Vize-Präsidentin Kamala Harris wurde vor laufender Kamera OHNE NADEL geimpft!

Kamala Harris hat sich live im US-Fernsehen impfen lassen. Ein Video davon soll beweisen, dass sie ohne Nadel geimpft wurde. Alles nur ein großer Fake?

NEIN! Das Video in den sozialen Netzwerken ist von sehr schlechter Qualität. Die Nadel, die einmal auf hellblauen und einmal vor fast weißen Hintergrund zu sehen ist, kann man darauf nicht erkennen.
In einer sehr viel besseren Qualität kann man die Nadel allerdings mindestens zweimal sehr gut erkennen. Sogar noch sehr viel besser, als auf unseren Bildern.
Zu sehen ist das Video
«HIER».

Die zweite Frage, die gestellt wird: was macht die Krankenschwester mit der Spritze nach der Impfung an der Stuhllehne? Die Antwort ist einfach: sie klappt eine sogenannte „Safety Cap“, einen Sicherheitsverschluss, um, der verhindern soll, dass sich jemand an der Nadel verletzt.

Lüge Nummer 2: In Israel hatte auch ein Mann eine „FAKE-IMPFUNG“ ohne Nadel etc. vor laufender Kamera

Bei dem Mann handelt es sich um Beni Ben Muvchar, Leiter des Regionalrats von Mevoot HaHermon und Vorsitzender des Clusters Ostgaliläa, wie man mittlerweile in zahlreichen Medienberichten dazu entnehmen konnte.

Nachdem dieser Mann geimpft wurde, baten die anwesenden Pressevertreter offenbar darum, dass die Krankenschwester die Spritze noch einmal „ansetzt“, damit sie ein besseres Foto davon machen konnten.
Natürlich wurde für das Foto nicht noch einmal geimpft, sondern nur die Spritze an den Arm gehalten.

Impfgegner und/oder Corona-Leugner haben das Video absichtlich nicht komplett gezeigt, weil man das sonst gesehen hätte. Aber Beni Ben Muvchar hat es selbst in voller Länge auf Facebook veröffentlicht: «hier» kann man deutlich sehen, wie es wirklich abgelaufen ist.

Würde man eine angebliche Impfung im Live-TV fälschen wollen, wäre es am einfachsten, wenn die Protagonisten anstelle des Impfstoffes ein harmloses Ersatzmittel spritzen würden. So würde man die sichere Auflösung durch qualitativ hochwertiges Bildmaterial völlig umgehen und jegliche andere Manipulationen wären völlig unnötig. Aber es sind oft die einfachen, logischen Dinge, die Corona-Leugner und Impfgegner ignorieren, weil sie traditionell nur das sehen und hören wollen, was in ihr Weltbild passt.
Achten Sie darauf, dass Sie solche Fake-News nicht weiter verbreiten. Und wenn sie Ihnen in den sozialen Medien unterkommen, melden Sie die Fake-News dem Betreiber der Plattform und machen Sie in den Kommentaren darauf aufmerksam, um andere Nutzer zu warnen.

Es ist durchaus legitim und nachvollziehbar, wenn man gegenüber eines neuartigen Impfstoffes Bedenken hat und diese aus Sorge (vorläufig) ablehnt.
Was aber nicht legitim ist: absichtlich Lügen zu verbreiten, um seine Mitmenschen zu manipulieren und Ängste zu schüren!