Melle: Porsche-Fahrer greift Polizisten an

Am Sonntagmorgen, gegen 05:40 Uhr, wurde der Polizei Melle ein Randalierer auf einem Tankstellengelände an der Oldendorfer Straße gemeldet. Der aggressive Mann weigerte sich, trotz mehrfacher Aufforderung, das Betriebsgelände zu verlassen.

Ein Zeuge bestätigte, dass der Randalierer mit einem weißen Porsche Panamera auf das Tankstellengelände gefahren war. Dem Mann wurde daraufhin der Vorwurf einer Trunkenheitsfahrt eröffnet, eine Alkoholbeeinflussung war offensichtlich. Der Angesprochene weigerte sich seine Personalien anzugeben und zeigte sich zunehmend aggressiver. Als der Aggressor zu Boden gebracht wurde, leistete er erheblichen Widerstand. Eine 26-jährige Polizeibeamtin wurde durch einen Tritt am Knie verletzt, ein 26-jähriger Beamter in den Finger gebissen. Erst durch den Einsatz weiterer Polizeikräfte gelang es, den 40-jährigen Lübecker zu fesseln und dem Polizeigewahrsam zuzuführen.

Im Porsche und bei der Person wurden Betäubungsmittel gefunden, ein Schnelltest ergab Hinweise auf Amphetamin. Dem Mann wurde auf dem Kommissariat in Melle eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Aufgrund des Mischkonsums von Alkohol und Drogen wurde der Mann in ein psychiatrisches Krankenhaus überstellt. Die 26-jährigen Einsatzkräfte blieben weiterhin dienstfähig.

28. Noventi Open: Diese Duelle haben es in sich…

HalleWestfalen. Rekordchampion Roger Federer (ATP 8) startet in sein 18. Gastspiel bei den NOVENTI OPEN gegen einen Qualifikanten oder Lucky Loser-Spieler. Doch der spektakuläre Erstrunden-Knüller bei der 28. Turnierauflage in HalleWestfalen (12. bis 20. Juni) ist das Duell zwischen dem topgesetzten Weltranglisten-Zweiten Daniil Medvedev und dem zuletzt überzeugenden Lokalmatador Jan-Lennard Struff (ATP 42), eine knifflige Prüfung, die sich der Warsteiner als „Ziehungsbeauftragter“ selbst bescherte. „Das ist natürlich eine sehr schwere Aufgabe für mich. Aber das ist mein Heimturnier. Ich will hier den Schwung der letzten Wochen mitnehmen und richtig Gas geben“, sagte Struff zu seinem „Hammer-Los.“ Bei den French Open war Struff Anfang der Woche knapp im Achtelfinale am Argentinier Diego Schwartzman gescheitert.

Auch die deutsche Auftaktpartie zwischen French Open-Halbfinalist Alexander Zverev (ATP 6) und dem Schwarzwälder Dominik Köpfer (ATP 59), der vor einer Woche beim Grand Slam-Wettbewerb in Paris Roger Federer einen begeisternden Drittrunden-Fight lieferte, garantiert gleich großes Tennis. French Open-Finalist Stefanos Tsitsipas (ATP 5), der auf dem Weg in sein erstes Grand Slam-Endspiel am Freitag Zverev in fünf dramatischen Sätzen bezwungen hatte, bekommt es zum Start in den ATP 500er-Rasenwettbewerb genau wie Japans Ass Kei Nishikori (ATP 49) mit einem Qualifikanten/Lucky Loser zu tun.

Hochspannung verspricht die Auftaktpartie zwischen dem russischen Weltranglisten-Neunten Andrej Rublev und seinem Landsmann Karen Khachanov (ATP 25). Kanadas NextGen-Hoffnung Felix Auger-Aliassime (ATP 21) trifft in einem Duell zweier formstarker Profis auf den Polen Hubert Hurkacz (ATP 20), der im März seinen ersten hochkarätigen Erfolg als Champions des Masters-Turniers in Miami feierte.

Münster: Räumung der Aaseewiesen wegen aggressiver Randalierer

Obwohl die Maßnahmen der Allgemeinverfügung der Stadt Münster zum Aasee in der Nacht zu Samstag (11.-12.06.) Wirkung gezeigt hatten, musste die Fläche um die Giant Pool Balls am frühen Morgen wegen einiger aggressiver Randalierer erneut geräumt werden. Diese attackierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadt und Polizei massiv mit Flaschenwürfen und zündeten vereinzelt Pyrotechnik.

Die Maßnahmen der Allgemeinverfügung der Stadt Münster zeigten am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag erste Erfolge. Die große Mehrheit der Besucher hielt sich infolge der Kontrollen und Ausleuchtung der Aaseewiesen durch das Technische Hilfswerk an das Glasflaschenverbot, zu laute Musikboxen wurden runtergeregelt, das Parkverbot an der Adenauerallee wurde überwiegend beachtet und vereinzelt durch Abschleppen durchgesetzt. Das Müllaufkommen war geringer als zuvor. Anhänger der sogenannten Poserszene wurden nur ganz vereinzelt festgestellt.

Dennoch zeigten sich unter den Hunderten vorwiegend friedlich feiernden Besuchern erneut einige Personen, die das Beisammensein durch aggressives und gewalttätiges Verhalten störten. Zum Großteil kamen diese jungen Männer offenbar aus dem Umland von Münster, insbesondere dem nördlichen Ruhrgebiet. Im Laufe der Nacht ereigneten sich Körperverletzungsdelikte, bei denen Polizisten einschritten. Am frühen Morgen kippte die Stimmung unter den verbliebenen, teils erheblich alkoholisierten Personen auf der Wiese. In einem Teilbereich zur Bismarckallee sammelten sich bis zu 250 aggressiv auftretende Personen, vereinzelt wurde Pyrotechnik in Form von „Böllern“ gezündet. Ein Mann wiedersetzte sich nach einem Körperverletzungsdelikt den Maßnahmen der Beamten und verletzte einen Polizisten leicht. Er wurde in Gewahrsam genommen. In einigen Fällen flogen Plastikflaschen auf die Einsatzkräfte von Stadt und Polizei.

Die Polizisten forderten die letzten Feiernden gegen 2 Uhr mehrfach mittels Lautsprecherdurchsagen auf, den Bereich der Giant Pool Balls zu verlassen. Ein Großteil kam dieser Aufforderung nicht nach. Mit Unterstützung von alarmierten Hundertschafskräften räumte die Polizei gegen 2:15 Uhr schließlich die Wiese in Richtung der Weseler Straße.

Im Kreuzungsbereich attackierten einige Randalierer die Einsatzkräfte mit Glasflaschenwürfen und zündeten wenige „Böller“. Glücklicherweise wurde hierbei niemand verletzt. Im Anschluss kam es vor allem in der Aegidiistraße zu Sachbeschädigungen an Blumenkübeln und Lärmbelästigungen, einige Fahrräder wurden umgeschmissen.

Insgesamt fertigten die Polizisten Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten, Beleidigung, Widerstands, versuchter Gefangenenbefreiung, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen und mussten die Nacht im Polizeipräsidium verbringen. Die Ermittlungen zu den Flaschenwerfern dauern an.

Welche Konsequenzen aus der vergangenen Nacht für den heutigen Abend am Aasee zu ziehen sind, werden Stadt und Polizei in enger Abstimmung entscheiden.

Toter am Osnabrücker Hauptbahnhof: war es eine Straftat?

Nachdem am Mittwochmorgen gegen 10:00 Uhr eine leblose Person auf einen Bahnsteig des Osnabrücker Hauptbahnhofes gefunden wurde, führte die Polizei am Nachmittag umfangreiche Suchmaßnahmen auf dem Gelände durch.

Die intensiven Ermittlungen ergaben keine Anhaltspunkte für eine Straftat. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 78-jährigen Mann.

Osnabrück: Corona-Hotline an Sonntagen nicht mehr besetzt

Osnabrück. Die Infektionszahlen sind in Landkreis und Stadt Osnabrück in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. Dies hat nun auch Auswirkungen auf die Arbeit des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück. Ab dem kommenden Wochenende wird sonntags die Telefonhotline (Durchwahl: 0541/501-1111) nicht mehr besetzt.

Ursprünglich konnten Bürgerinnen und Bürger am Sonntag von 9 bis 13 Uhr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes erreichen und sich zu allen Themen rund um die Coronapandemie erkundigen. Aufgrund der deutlich sinkenden Zahlen wird das Angebot etwas eingeschränkt. An den anderen Tagen (montags und dienstags jeweils 9 bis 16 Uhr, mittwochs bis samstags jeweils 9 bis 14 Uhr) ist die Hotline wie gewohnt besetzt.

Der Gesundheitsdienst ist zudem so organisiert, dass auch am Sonntag weiterhin positive Fälle gesichtet werden. Dazu bleibt sichergestellt, dass betroffene Bürgerinnen und Bürger auch am Sonntag informiert werden.

Zu Hause, im Heim, im Krankenhaus: Palliativmedizinische Versorgung alter und schwerkranker Menschen – Teilnahme an Vortrag per Videokonferenz

Osnabrück. Wenn Patienten unter einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden und ihre Lebenserwartung begrenzt ist, können sie palliativmedizinisch versorgt werden, um eine möglichst gute Lebensqualität zu erreichen.

Die Palliativmedizin zielt auf Linderung der körperlichen Beschwerden ab, bietet Gesprächsmöglichkeiten für Patienten und ihre Angehörigen und umfasst auch die Sterbebegleitung im Krankenhaus und die Betreuung der Angehörigen.
Besonders berücksichtigt werden die Möglichkeiten durch die SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung).

Über Möglichkeiten und Chancen der Palliativmedizin wird die Ärztin Dr. Sigrid Pees-Ulsmann beim nächsten Treffen der Selbsthilfegruppe Pflegende Angehörige sprechen und auch auf Fragen der Teilnehmenden eingehen. Das Treffen findet am Montag, 21. Juni 2021, von 15 bis 16.30 Uhr als Videokonferenz statt.

Gäste sind herzlich willkommen! Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung: www.pflegende-angehoerige-os.de unter „Aktuelles“ und Tel. 0541-41789.

Niedersachsen: Neue Corona-Verordnungen für Einzelhandel

Das Land Niedersachsen hat eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht, die am Dienstag, 25. Mai 2021 in Kraft treten wird. Besonders die Regelungen für eine 7-Tages-Inzidenz von unter 50 sind hierbei zu beachten.

Die wesentliche Änderung betrifft Landkreise oder Städte, die an fünf Werktagen in Folge den 50er-Wert unterschreiten; dann nämlich entfällt die Testpflicht für den Einzelhandel.

Für den Landkreis Osnabrück bedeutet das beispielsweise, dass am Dienstag der 5. Werktag sein könnte, sofern die Tendenz weiter anhält. Am Mittwoch könnte eine entsprechende Verordnung angewiesen werden, die ab dem Donnerstag, 27. Mai 2021 gelten könnte.

Nicht minder interessant: sinkt die Inzidenz an 5 Werktagen unter 35, gilt die quadratmeterbezogene Kapazitätsbeschränkung im Einzelhandel nicht mehr.

Glücklicherweise hat in der Landesregierung Niedersachsen die Vernunft gesiegt, auch wenn hierfür massive Kritik notwendig war: ursprünglich wollte man nämlich tatsächlich die Maskenpflicht im Einzelhandel bei einem Wert unter 35 aufheben.

Achtung, Kontrolle! Corona-Kontrollen im Landkreis Osnabrück decken viele Verstöße auf!

Am Dienstag gab es im und vom Landkreis Osnabrück gemeinsame Kontrollen mit dem Zoll und der Polizei. Dabei wurden 15 Imbisse, Friseure und Lebensmitteleinzelhändler in Dissen, Bad Rothenfelde, Bad Laer, Melle, Belm, Bissendorf und Georgsmarienhütte kontrolliert.

Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden…
…14 Maskenverstöße,
…5 Verstöße gegen die Auflagen für Außengastronomie,
…2 grobe Verstöße gegen das Hygienekonzept,
…sowie diverse kleinere Verstöße gegen die Hygieneregeln festgestellt.
Bei den Verstößen in der Gastronomie lagen kein Test oder eine vollständige Impfung vor, oder es wurden verbotenerweise Speisen in den Innenräumen verzehrt.

Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht werden pro Person 100 bis 150 Euro fällig, für die unerlaubte Nutzung der Innenräume oder die Nutzung der Außengastronomie ohne Test oder vollständige Impfung erwartet den Gastronomen ein Bußgeld in Höhe von 500 bis 3.000 Euro. Ob auch den Gästen in diesen Fällen Bußgelder drohen, steht noch nicht fest – hier wartet der Landkreis Osnabrück noch auf die entsprechende Auskunft des Landes Niedersachsen.

Im Rahmen der Kontrollen hat der Zoll außerdem zwei Personen bei der Arbeit angetroffen, die keine Arbeitserlaubnis vorweisen konnten. Eine dieser Personen hatte überdies einen gefälschten bulgarischen Pass dabei. Weitere gemeinsame Kontrollen der Behörden sind bereits geplant.

Landkreis Osnabrück: Bad Essen wird Impfzentrum Wallenhorst zugeordnet

Landkreis Osnabrück. Bad Essen wird dem Impfzentrum Wallenhorst zugeordnet. Der Grund ist, dass sich seit einiger Zeit beobachten lässt, dass sich die Wartelisten in den Impfzentren Wallenhorst und Georgsmarienhütte unterschiedlich entwickeln, obwohl beide Zentren die gleiche Menge an Impfdosen zur Verfügung haben.

Eine der Ursachen dürfte in der Zuordnung der Kommunen im Landkreis Osnabrück liegen, die Anfang Februar durch das Land Niedersachsen festgelegt wurden.
Hierbei ist es zu einem Ungleichgewicht mit Blick auf die Einwohneranzahl von 52 zu 48 Prozent zwischen den beiden Impfzentren gekommen. Um das nun auszugleichen, kommt das Land Niedersachsen der Bitte des Landkreises vom Ende April nach.

Dies betrifft alle Menschen, die aus Bad Essen stammen und sich auf der Warteliste befinden. Wer bereits einen Impftermin bekommen hat, kann diesen wie geplant wahrnehmen. Wer in Bad Essen wohnt und aktuell einen Termin bekommt, sollte noch einmal die Anschrift des Impfzentrums in der Einladung kontrollieren.

Landkreis Osnabrück: Landrätin Kebschull dankt Personal von Schnelltestzentren

Landrätin Anna Kebschull hat dem Personal der Schnelltestzentren im Landkreis Osnabrück in einem offenen Dankesbrief für das Engagement gedankt: „Es ist nicht selbstverständlich, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Aber es ist für das Zusammenleben im Landkreis Osnabrück ein ganz wichtiges solidarisches Zeichen. Denn Ihr freiwilliger Einsatz kommt allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Osnabrück zugute“, betonte Kebschull.

Mittlerweile gibt es 16 Schnelltestzentren im Landkreis, die vom Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft betrieben werden. Hinzu kommt eins im Kreishaus, das von den Johannitern für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises eingerichtet wurde.

In den 16 Zentren haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich regelmäßig auf eine Corona-Infektion testen zu lassen. 240 Ehrenamtliche sind in wechselnder Besetzung im Einsatz, um Tests regelmäßig anzubieten. Diese bedeuten mehr Sicherheit im Alltag und dienen zudem dazu, Infektionsketten früh zu unterbrechen.

Durch unkompliziertes und schnelles Handeln zwischen Landkreis Osnabrück und den Hilfsorganisationen war es bereits rund drei Wochen vor Inkrafttreten der sogenannten Bundesregelung zu den kostenlosen Corona-Schnelltestungen gelungen, den Menschen im Landkreis Osnabrück diese Möglichkeit anzubieten. Bislang wurden mehr als 60.000 sogenannte PoC-Tests durchgeführt und ausgewertet. „Bei allen Herausforderungen, die bei neuen Situationen an allen Stellen auftreten können, haben Sie mit Ihrem unermüdlichen Einsatz einen großen Beitrag dafür geleistet, diese Krise zu bewältigen“, unterstrich die Landrätin.

Den ganzen Brief kann man «hier» nachlesen.