Knallharte Ansage der Geschäftsführung: „…wollen nicht auch noch ins Gefängnis!“

Zwischen den Betreibern der Filmpassage Osnabrück und dem Vermieter des Gebäudes gibt es ganz offensichtlich erhebliche Differenzen. Die Konsequenz ist, dass die Leinwände des Kinos bis auf weiteres dunkel bleiben. Nachfolgend die offenen Worte von Geschäftsführerenden Anja und Meinolf Thies zu dem Stand der Dinge, die, wie wir erwähnen müssen, natürlich nur ihre Sicht der Dinge spiegeln.

„Es ist überaus tragisch für uns und alle filmpassagetreuen Cineasten in der Stadt, dass es nun so kommt, aber unsere Entscheidung ist leider alternativlos“ erklärte Geschäftsführerin Anja Thies gestern der gesamten Belegschaft, und Meinolf Thies ergänzt: „Irgendwann kommt der Moment, in dem hilft alles Reden und Schreiben nichts mehr, da gehören unvermeidlich Fakten geschaffen!“.

„Unser Mietobjekt ist mittlerweile voller gravierender Mängel in verschiedenen haustechnischen sowie auch den sicherheitsrelevanten Bereichen; die ersten – zu dem Zeitpunkt noch nicht sicherheitsrelevanten tickenden Zeitbomben‘ – zeigten wir dem Gebäudeeigentümer bereits vor über drei Jahren an. Wir haben gehofft, dass er spätestens die lange betriebliche Stillstandzeit wegen Corona nutzt, um mindestens die gravierendsten Punkte durch Erneuerungen abzuarbeiten, doch wir stellten fest, er tat und tut weiterhin nichts. Sicher will er höhere Investitionen rein taktisch vermeiden, was uns dazu bewogen hat, den Mietvertrag nicht vorzeitig zu verlängern.

Den finanziellen Investitionsbedarf allein für unseren Mietgegenstand als Teil des Gesamtgebäudes schätzen wir auf Vermieterseite höher sechsstellig, schließlich betrifft dieser neben oben genannten Bereichen auch die komplette Heizanlage, die Dichtigkeit des gesamten Daches und neben der Lüftung auch die meisten Kälteanlagen“ führt Anja Thies weiter aus.

„Wir stehen als Betreiber einer – zudem für jeden Nutzer täglich öffentlich zugänglichen – Versammlungsstätte im Handelsregister, und glauben Sie mir: nach der Coronakrise, die wir irgendwie, aber mit hohem Verlust überstehen werden, wollen wir anschließend nicht auch noch ins Gefängnis, oder für eine latente Gefahrenlage, die wir gegenwärtig nicht einschätzen können, verantwortlich sein.
Die Mängel allein beim vorbeugenden Brandschutz, von denen wir durch Wartungsberichte der Fachfirmen Kenntnis haben und die nicht länger ‚wegzulächeln‘ sind, reichen für die zunächst als temporär angekündigte Schließung. Doch auch die zurecht in der aktuellen Coronaschutzverordnung verankerten Anforderungen an funktionierende Lüftungsanlagen in Kinos würden eine Wiedereröffnung nicht erlauben, denn diese existiert derzeit bereichsweise nicht; unser Vermieter ließ irreparable Aggregate schlicht vom Strom nehmen und nannte dies dann ‚Mängelbeseitigung‘.

So müssen wir nun alle mit den Konsequenzen dieser für uns nicht weiter hinnehmbaren Herangehensweise leben. Dass dies parallel kein konstruktives Miteinander zwischen Vermieter und Mieter bedeutet, ist sicher selbsterklärend, zumal es auch auf weiteren Spielfeldern unterschiedliche Auffassungen gibt“ echauffiert sich Meinolf Thies.

„Wer nun glaubt, wir wollen bewusst unsere Geschäfte ab 1.7. nur in die modernisierte Hall of Fame am Hauptbahnhof lenken, der irrt sich gewaltig“ erklärt Anja Thies, denn „ab Anfang Juli stehen so viele Titel zur Auswertung an, dass wir gerne 16 Leinwände zu deren Auswertung genutzt hätten, zumal mir die Filmpassage persönlich sehr am Herzen liegt. Unser zweites Kino wird zu 100% ab 01. Juli in die nationale Wiedereröffnungskampagne aller bundesdeutschen Kinos mit eingebunden“

Nach Rassismus-Vorwürfen: „Bahlsen“ nennt Plätzchen nicht mehr „Afrika“ – ein Kommentar

Vor fast 70 Jahren hat der Keks-Hersteller „Bahlsen“ aus Hannover kleine Schokowaffeln mit extra viel Schokolade auf den Markt gebracht. In Bezug auf die Herkunft der Kakaobohnen nannte er die Sorte „Afrika“.

Im Jahr 2020 haben sich dann irgendwelche woken Internet-Nutzer auf Instagram unter einem Posting des Unternehmens darüber aufgeregt und behauptet, der Name „Afrika“ wäre Rassismus.

Ein Jahr später hat „Bahlsen“ nun das Produkt umbenannt: die Waffeln heißen nun „Perpetum“, was aus dem lateinischen abgeleitet wurde und „Beständigkeit“ bedeuten soll.

Wie ironisch!?

Allein die Nennung des Kontinents Afrika ist kein Rassismus. Und wer sich dafür einsetzt, dass Produkte mit einem derartigen Namen aus den Regalen und damit auch aus unserer Wahrnehmung verschwinden, grenzt selbst einen kompletten Kontinent aus.
In den meisten Fällen sind es ironischerweise Unbetroffene, die sich am lautesten über den angeblichen Rassismus beklagen.

Ob diese Menschen auch irgendwann auf „AXE AFRICA“ stoßen? Und dann noch die „Black“-Reihe? Vielleicht kommen sie dann ins Grübeln, weil das Unternehmen u.a. auch eine limitierte Auflage von „Love is Love Unite“ als Zeichen für die Gleichberechtigung Homosexueller vertrieben hat.
Wie man sieht, die Welt ist viel bunter und man kann nicht immer nur in schwarz/weiß denken. Eigentlich ja auch eine Eigenart, gegen die diese woken Menschen kämpfen wollen.

Vermisste Jugendliche werden im Raum Münster vermutet: HINWEISE ERBETEN!

Seit gestern Abend (16. Juni) werden die beiden 14-jährigen Jugendlichen Greta S. aus Oberhausen und Joshua W. aus Essen vermisst.

Die beiden Jugendlichen wurden zuletzt gegen 19 Uhr an ihrer aktuellen Wohnanschrift in der Wickenburgstraße in Essen gesehen.

Ermittlungen ergaben, dass die beiden Teenager um 19:42 Uhr am Essener Hauptbahnhof in den Regionalexpress nach Münster gestiegen und am dortigen Hauptbahnhof um 20:35 Uhr angekommen sind. Danach verliert sich die Spur der beiden 14-Jährigen.

Greta S. ist etwa 1,60 groß und schlank. Sie hat braune lange Haare, blaue Augen und Sommersprossen. Bekleidet war sie zuletzt mit einer langen schwarz-weißen Hose (mit Längsstreifen), einem weißen T-Shirt und schwarz-weißen Turnschuhen. Außerdem trug sie einen schwarz-roten Rucksack mit sich.

Joshua W. ist etwa 1,68 Meter groß und ebenfalls schlank. Er hat kurze dunkelblonde Haare. Zuletzt war er mit einer dunkelgrauen Jeans-Short, einem dunkelblauen T-Shirt mit rot-orangem Nike-Logo und schwarzen Turnschuhen bekleidet. Außerdem hat er eine schwarz-weiße Strumpfhose am linken Arm.

Wer hat die beiden Jugendlichen gesehen und/oder kann Hinweise zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort machen? Hinweise richten Sie bitte an das Polizeipräsidium Essen unter der zentralen Rufnummer 0201/829-0 oder den Polizei-Notruf 110.

Espelkamp (NRW): Ex-Freundin und dessen Bruder erschossen – mutmaßlicher Täter auf der Flucht!

In Espelkamp, Nordrhein-Westfalen, sind nach Informationen der zuständigen Polizeibehörde zwei Menschen erschossen worden.
Anfänglich wurde in den Medien ein möglicher Amoklauf vermutet. Die Polizei geht aber mittlerweile von einer sogenannten „Familien- oder Beziehungstat“ aus: der mutmaßliche Täter soll seine Ex-Freundin und dessen Bruder erschossen haben.

Der Täter befindet sich derzeit offenbar noch auf der Flucht!

Meldungen, wonach er sich selbst ebenfalls gerichtet haben soll, wurden bereits von der Polizei dementiert.

Wie die Polizei ebenfalls mitteilte, wurde ein Opfer im Bereich des Wohnhauses, das zweite Opfer unweit dessen in einer Seitengasse gefunden.

Update!

Ercan K., der Ex-Mann des weiblichen Opfers, wurde verhaftet. Er gilt als mutmaßlicher Täter.
Der Mann soll seine Ex seit der Trennung gestalkt und bedroht haben. Deswegen war auch ihr Bruder in der Wohnung anwesend. Der war dann auch sein erstes Opfer, seine Ex-Frau flüchtete und versuchte offenbar auch Hilfe zu holen.
Der mutmaßliche Täter stellte sie dann offenbar in einer Seitenstraße und tötete sie dort.

Die Polizei umstellte dessen Haus und überredete ihn zur Aufgabe. Im Rahmen dieser Polizeimaßnahme soll er leicht verletzt worden sein.

Autobombe entschärft: Terroranschlag auf Fans von Italien vs Schweiz geplant?

Kurz vor dem Anpfiff des EURO 2020 Spiels zwischen Italien und der Schweiz wurde in der Nähe des Stadions in Rom ein verdächtiges Auto gemeldet.
In einem Smart sollen u.a. Drähte aufgefallen sein.
Die Behörden stellten fest, dass es sich um eine explosionsfähige Autobombe hielt und entschärften den Sprengsatz.

Mit dem Fußball-Spiel soll der geplante Anschlag aber nichts zu tun gehabt haben. Das Auto gehört nach Medienberichten dem italienischen Politiker Marco Andrea Doria, der zuvor schon bereits über mehrfache Bedrohungen berichtete.

Die EURO 2020 hatte bereits den vermeidlichen Herzinfarkt des Dänen Eriksen, einen Rassismus-Vorfall und eine Beinahe-Katastrophe durch einen Greenpeace-Aktivisten am Dienstagabend in München: auf noch mehr unsportliche Nachrichten von diesem Turnier könnte die Welt auch wirklich verzichten.

28. Noventi Open: Federer von Auger-Aliassime bezwungen, Kohlschreiber erneut siegreich

HalleWestfalen. Rekordchampion Roger Federer (ATP 8) ist im Achtelfinale der 28. NOVENTI OPEN an Kanadas Supertalent Felix Auger-Aliassime (ATP 21) gescheitert: Mit seinem 13. Ass zum 4:6, 6:3, 6:2-Sieg machte der 20-jährige NextGen-Spieler am Mittwochnachmittag den Überraschungscoup auf dem Centre Court perfekt. „Ich bin natürlich überglücklich. Ein Sieg gegen Roger – das ist ein Traummoment. Er war mein Idol. Es ist unglaublich, dass ich überhaupt gegen ihn spiele und noch gewinne“, sagte Auger-Aliassime, der Mitte des zweiten Satzes die Initiative und das Kommando in der Partie an sich riss und nach 104 Minuten über die Ziellinie ging.

Mit unwiderstehlicher Stärke beim Service und präzisen Grundschlägen war der Youngster nicht mehr zu stoppen, allein im dritten Satz feuerte er acht Asse vom Racket. Im Spiel zur 2:0-Führung im letzten Durchgang gelangen ihm vier Volltreffer in Serie. „Es ist nicht einfach, Roger Auge in Auge in einem Match gegenüber zu stehen. Aber ich habe es dann doch geschafft, den Respekt abzulegen und mich auf mein Spiel zu fokussieren“, sagte der Kanadier, der nun im Viertelfinale auf den amerikanischen Qualifikanten Marcos Giron (ATP 75) trifft. Giron bezwang im letzten Centre Court-Match des Tages ebenso verblüffend Lokalmatador Jan-Lennard Struff (ATP 45) mit 6:7 (1:7), 6:3 und 6:4.

Federer, auf den Tag genau 19 Jahre älter als sein Herausforderer, konnte dem Ansturm von Auger-Aliassime lange erfolgreich widerstehen, bis zum verlorenen Aufschlagspiel zum 2:4 im zweiten Satz wehrte der 39-jährige Schweizer acht Breakbälle des Kanadiers nervenstark ab. Auch beim Servicespiel zum Gewinn des Auftaktsatzes, beim 5:4-Vorsprung, musste Federer ein 15:40-Defizit aufholen, ehe er mit 1:0 nach Sätzen in Führung ging. Federer hatte 2019 seinen zehnten Titel in HalleWestfalen gewonnen, bei der 28. Auflage von Deutschlands bedeutendstem ATP-Event ging er bereits zum 18. Mal ins Pokalrennen.

Allerdings mit so wenig Spielpraxis im Saisonverlauf wie nie zuvor: Der vierfache Familienvater war bislang 2021 nur bei den Turnieren in Doha, Genf und Paris (French Open) an den Start gegangen. Sechs Spiele und eine 4:2-Bilanz standen vor dem ersten Ballwechsel bei den NOVENTI OPEN nur zu Buche. Das Ausscheiden im Achtelfinale war Federers frühestes Aus seit dem Debüt im Jahr 2000. „Es war ein Auf und Ab. Der erste Satz war gut, der zweite Satz war okay. Aber der dritte Satz war schlecht, das kann ich so nicht akzeptieren von mir“, sagte Federer. Er sei mental nicht mehr auf der Höhe gewesen am Ende, so Federer: „Da ist auch ein bisschen ins Bewusstsein eingesunken, wie schwer das ganze Comeback ist, wie sehr man um jeden Punkt kämpfen muss.“ Nun werde er mit seinem Team beraten, „wie es bis zum Start von Wimbledon weitergeht.“

Ein kräftiges Ausrufezeichen setzte unterdessen „Oldie“ Philipp Kohlschreiber (ATP 128), der im Eröffnungsspiel auf dem Centre Court zum zehnten Mal das Viertelfinale der NOVENTI OPEN erreicht hatte: „Ich bin megahappy über meine Spiele bisher“, sagte Kohlschreiber nach dem 6:3, 7:6 (7:5)-Erfolg über Corentin Moutet (Frankreich/ATP 94). „Halle ist wirklich eine absolute Wohlfühloase für mich. Ich habe hier oft mein bestes, erfolgreichstes Tennis gespielt.“ Für Kohlschreiber war es der erste Viertelfinaleinzug bei einem Tourlevel-Match seit dem Münchner ATP-Wettbewerb im Mai 2019. Kohlschreiber hatte sich in der schwierigen Corona-Saison 2020 eine längere Auszeit genommen, war zuletzt aber wieder auf Touren gekommen. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Fortschritt, den ich zuletzt gemacht habe“, sagte der 37-jährige Bayer, der seit einigen Jahren im österreichischen Kitzbühel residiert.

Schon bei den French Open hatte Kohlschreiber jüngst mit einem Vorstoß in die dritte Runde auf sich aufmerksam gemacht. Im Viertelfinale trifft Kohlschreiber nun auf den Weltranglisten-Siebten Andrey Rublev, der Jordan Thompson (Australien/ATP 81) mit 6:4 und 6:4 schlug. Kohlschreiber spielte vor vier Jahren bereits einmal gegen Rublev beim ATP-Turnier in Hamburg und gewann damals 6:3 und 6:1 auf Sand.

Der deutsche Routinier erreichte erstmals 2005, bei seinem Debüt als 21-jähriger Nachwuchsmann, das Viertelfinale am Schauplatz des heutigen ATP 500-Events in Ostwestfalen. Über viele Jahre war der DTB-Nationalspieler dann eine mitbestimmende Kraft im Turnier, 2007 und 2009 erreichte er das Halbfinale, 2008 stürmte er ins Endspiel, verlor gegen Rekordchampion Roger Federer. 2011 erlebte er seinen besten Halle-Moment, als er sich im Finale gegen Landsmann Philipp Petzschner durchsetzte. Auch das Gastspiel 2012 verlief erinnerungswürdig: Da gewann Kohlschreiber in der Runde der letzten Acht gegen Matador Rafael Nadal, bevor er im Halbfinale am späteren Sieger Tommy Haas scheiterte. „Halle ist wie ein Stück Heimat auf der Tour für mich“, sagte Kohlschreiber, der nun über eine 33:13-Gesamtbilanz bei den NOVENTI OPEN verfügt.

Löw am Ende! Müller & Neuer müssen übernehmen! | Kommentar

Es war eine kleine, aber aussagekräftige Szene. Während die deutsche Nationalmannschaft sich auf dem Platz noch immer gegen die überraschend knappe Niederlage gegen Frankreich wehrt und auf den Ausgleichstreffer hofft, packt Noch-Bundestrainer Jogi Löw schon mal seine Sachen zusammen: Kugelschreiber, Notizzettel, Maske auf.

Hatte Jogi Löw noch einen wichtigeren Termin und deswegen keine Zeit mehr, bis zur letzten Sekunde gemeinsam mit seiner Mannschaft um den Sieg zu kämpfen?

Diese Szene, die den großen Medien bisher offenbar noch immer nicht ins Auge stach, zumindest berichten sie nicht wie erwartet darüber, sagt sehr viel über den Status Quo aus.

Thomas Müller nannte sich selbst vor einigen Tagen in einem Interview scherzhaft „Spielertrainer“; wohl in Anspielung darauf, dass „Radio Müller“ auf dem Platz ständig mit seinen Kollegen kommuniziert und Anweisungen gibt.

Aus Spaß wird häufig ernst. Und dieser Ernst ist vielleicht die einzige Alternative, die diese Nationalmannschaft im Turnier noch hat: die Spielertrainer Thomas Müller und Manuel Neuer!

Machen wir uns doch nichts vor: Jogi Löw hat innerlich mit der Nationalmannschaft abgeschlossen. Und das zeigte er spätestens in dieser einen und entlarvenden Szene.
Vielleicht hatte er darauf gehofft, dass das Team sich selbst durch dieses Turnier zieht und er sich am Ende mit einem „Seht Ihr, ich kann es halt doch noch“ verabschieden kann. Oder aber mit einem höhnischen „…nun habe ich die zurückgeholt, aber Ihr seht ja selbst…“.

Was immer auch sein mag: wenn die deutsche Nationalmannschaft noch ein Spiel bei der EURO 2020 gewinnt, vielleicht sogar in die nächste Runde einzieht, oder egal was da noch an positiven Wendungen geschehen könnten, dann eher trotz Jogi Löw, aber sicher nicht wegen Jogi Löw. Denn der Bundestrainer, der hat auch innerlich seine sieben Sachen schon längst gepackt.

Bild: ZDF Screenshot

91. Minute: Gelingt Dänemark das große EURO-Wunder?

12 Spiele der EURO2020 sind gespielt. Jede Nation hatte ihre 90 Minuten, um ein Zeichen zu setzen, um Tore zu machen, um wichtige Punkte einzufahren. Also der perfekte Zeitpunkt für ein Stimmungsbild.

Wer ist der Favorit auf die Europameisterschaft?

Italien konnte die Favoritenrolle mit einem 3:0 Sieg gegen die Türkei im Auftaktspiel zur EURO untermauern. Gefühlt spielen die Italiener ganz anders, als man es von ihnen gewohnt ist. Und mit der Motivation im Rücken, dem Land nach der schweren Zeit in der Pandemie etwas Lebensfreude zu schenken, könnte der ganz große Wurf gelingen.

Frankreich schaffte es trotz 1:0 Sieges gegen die deutsche Nationalmannschaft nicht, ein reguläres Tor zu erzielen. Den Sieg verdanken sie einem unglücklichen Mats Hummels und seinem Eigentor. Klar, die erzielten Abseits-Tore der Franzosen ließen erkennen, zu was die Stars fähig sind, aber es bleibt dann halt auch brotlose Kunst.
Was die Franzosen wirklich gefährlich zu machen scheint, ist die gewissenlose Abgeklärtheit: bereits in der 25. Minute spielten sie auf Zeit und ließen sich auch von pfeifenden Zuschauern und einem peniblen Schiedsrichter nicht davon abbringen, den Spielrhythmus des Gegners auf diese Weise zu zerstören.
Das hätte man vielleicht eher von den Italienern erwartet.

Dänemark könnte die große EURO-Überraschung werden, wenn…
…sie den Schock vom Auftaktspiel um Christian Eriksen verdauen. Dänemark gegen das Schicksal. Dänemark gegen die UEFA, die sie in eine katastrophale Situation zwangen.
Auftaktniederlage hin oder her: wenn die Dänen den Schock überwinden und alles in einen positiven Teamgeist kanalisieren können, dann …
Aber ob es zu diesem EURO-Wunder kommen kann, wird wohl erst das nächste Spiel gegen Belgien zeigen.

Und die deutsche Nationalmannschaft?
Jogi Löw hat sich für seine Abschiedstour außergewöhnliche Dinge vorgenommen. Beispielsweise einen Stürmer kurz vor Schluss einzuwechseln, der dann aber den Linksverteidiger ersetzt – als würde er auf ein zweites Eigentor gehen.
Lang wird sie wohl nicht werden, diese Abschiedstour. Dafür müsste Löw schon mal die Finger aus diversen Körperöffnungen ziehen und die Ärmel hochkrempeln; aber dafür wird es wohl schon zu spät sein.

Frankreich vs Deutschland: Greenpeace-Aktivist hätte fast Katastrophe verursacht

Die Grenze zwischen Selbstdarstellung und Aktivismus ist klein. Und wenn dann auch noch die Risikobereitschaft das eigene Können übersteigt, wird es gefährlich…

Beim EM-Auftakt zwischen Frankreich und Deutschland entging dieses Turnier nur knapp einer Katastrophe. Schuld daran war ein Greenpeace-Aktivist, der unmittelbar vor dem Anstoß mit einem Motor-Gleitschirm ins Stadion flog, die Kontrolle verlor und fast voll in die, mit Menschen besetzte, Tribüne krachte.
Die Medien berichten von zwei männlichen Verletzten, die unter Umständen Brüche im Gesicht erlitten haben sollen. In den sozialen Medien berichteten Zuschauer*innen aus dem Stadion, dass es wohl noch weitere Verletzte gab. Die wirklichen Details wird man erst später erfahren.

Obwohl die Botschaft in den Medien zitiert wird, möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich darauf verzichten: eben weil nicht jedes Mittel Recht sein darf!

Kaum vorstellbar, was für eine Katastrophe gedroht hätte, wäre der Aktivist mit seinem Motor und dem freidrehenden Propeller auf dem Rücken in die besetzte Tribüne gekracht wäre.

Bild: ZDF Screenshot

Bad Laer: Schockanrufer betrügen 86-Jährige um 50.000 € – Hinweise erbeten!

Am vergangenen Mittwoch (09. Juni) ereignete sich in Bad Laer ein Betrug, bei dem eine 86-jährige Frau durch einen Schockanruf zur Zahlung von 50.000 Euro bewegt wurde.

Bitte beachten Sie besonders den abschließenden Aufruf der Polizei, falls Sie Hinweise zu den Tätern geben können.

Gegen 11 Uhr klingelte bei der Seniorin das Festnetztelefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine weinerliche Männerstimme die mit voller Verzweiflung berichtete, in Bielefeld einen Menschen totgefahren zu haben.

Das Gespräch übernahm ein anderer Betrüger, der sich als Polizist ausgab. Der Sohn der Frau habe einen tödlichen Unfall verursacht und sei vor Ort festgenommen worden. Gegen eine Kaution von über 100.000 Euro käme der Sohn wieder auf freien Fuß.

Die Betrüger leiteten das Telefonat erneut weiter, jetzt sprach ein falscher Staatsanwalt mit der Seniorin. Man einigte sich auf die Übergabe von 50.000 Euro Bargeld.

Die Geschädigte wollte noch ihre Tochter anrufen, dies untersagte ihr der Staatsanwalt allerdings und stellte ihr in Aussicht, sich mit einem solchen Anruf selbst strafbar zu machen.

Das Geld sollte im Heidering von einem angeblichen Boten des Amtsgerichts Bielefeld abgeholt werden.

Gegen 13:30 Uhr erschien ein unbekannter Mann bei der 86-Jährigen und übergab, ohne selbst ein Wort zu sprechen, ein Mobiltelefon. Am Apparat war wieder der falsche Polizist aus Bielefeld, er bestätigte die zeitnahe Freilassung des Sohnes.

Der falsche Bote entfernte sich nach der Übergabe fußläufig aus dem Heidering. Erst als die echten Kinder der Dame zurückkehrten, fiel der Betrug auf und es wurde Anzeige erstattet.

Der Geldabholer kann wie folgt beschrieben werden: 

– männlich
– ca. 20 Jahre alt
– 160 – 165 cm groß
– schlanke Statur
– normaler, kurzer Herrenhaarschnitt
– weißer Mund-Nasen-Schutz
– Weste über einem T-Shirt
– blaue Jeans
– keine Brille / Bart / Tasche

Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass der betrügerische Geldabholer sich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Taxi in den Heideweg und später wieder zurückbringen ließ.

Die örtlichen Taxiunternehmer konnten zwar Hinweise geben, hatten aber keine entsprechende Fahrt durchgeführt.

Nun sucht die Polizei nach einem Taxiunternehmer oder Fahrdienstleister, der am 09. Juni in der Mittagszeit eine Fahrt zum Heidering oder Heideweg in Bad Laer hatte oder dort einen Fahrgast aufnahm.

Hinweise nimmt die Polizei unter 05401/879500 und 0541327-3321 entgegen.