Gesundheit der Angestellten ist zu vernachlässigen, solange man vom Staat eine Vollkasko-Versicherung erwarten kann…

Wenn Politik und Gesellschaft darüber diskutieren, wie man geimpften Menschen ihre Rechte zurückgeben kann, dann ist das verständlich.
Weniger verständlich sind die ständigen Forderungen der Wirtschaft, „endlich“ Lockerungen vorzunehmen. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn die Wirtschaftsverbände ausnahmsweise mal den Blick von den Bilanzen nehmen und beispielsweise auf die Notrufe von Intensivmediziner und Intensivpfleger hören.

Aber das wird wohl nicht passieren.

Stattdessen wehrt sich die Wirtschaft gegen eine Test-Pflicht. Ja keinen Euro zu viel ausgeben, denn sollte es wirklich einmal zu einem Corona-Ausbruch kommen, kann man ja immer noch beim Staat finanzielle Hilfen geltend machen. Somit ist die Gesundheit der Arbeitnehmer*innen für die Wirtschaft ein Faktor, der zu vernachlässigen ist; zumindest solange, wie man vom Staat eine gefühlte Vollkasko-Versicherung erwarten kann.
Mit Mühe und Not konnte sich die Politik dazu durchringen, die Unternehmen zu einem zweimaligen Test-Angebot in der Woche zu verpflichten. Fragt man selbst einmal im privaten Umfeld, dann wird diese Verpflichtung gern umgangen; einmal wöchentlich muss reichen, oder Arbeitnehmer*innen sollen gefälligst in der Freizeit die kostenlosen Angebote der Kommunen nutzen.
Und wer will sich in diesen Zeiten schon gegen diese bodenlose Frechheit wehren und seinen Arbeitsplatz aufs Spiel setzen?

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